Freitag, 19. juni 2009

Roger Rankel habe ich zum ersten Mal auf einem Kongress der German Speakers Association erlebt, als er anschaulich aus seinem neuesten Buch "Sales Secrets" erzählte und Verkaufs-Geheimnisse von Thomas Gottschalk und anderen Persönlichkeiten preisgab. Nach seinem Vortrag war ich richtig heiß auf das Buch - zu Recht :-)


? Roger, viele Menschen scheuen sich davor, zu „verkaufen“. Auch in meinen Selbst-Marketing-Seminaren sind immer wieder Teilnehmer, die sagen „Ich kann und ich will mich nicht verkaufen“ und wir finden Strategien, die eben zu ihrer eher stillen Persönlichkeit passen. Du sagst jetzt sehr provokativ „Jeder Mensch ist ein Verkäufer“. Was meinst Du damit?
 

Jeder von uns verkauft, jeden Tag. Du verkaufst Deinen Kindern gegenüber Deine Anliegen und Spielregeln. Dein Mann verkauft Dir das Wochenende in den Bergen, obwohl Du lieber an den See wolltest (lacht). Sogar, wenn Menschen sagen: "Ich verkaufe gar nichts!", verkaufen sie - nämlich diesen Standpunkt. Kurzum: Sobald man von einer Meinung, von einer Sache oder einer Idee überzeugt ist, wird man unweigerlich zum Verkäufer.

 

? Für Dein Buch „Sales Secrets“ hast Du Deine persönlichen TOP-10-Verkaufsgeheimnisse herauskristallisiert. Wenn Du uns jetzt nur einen einzigen Tipp geben dürftest, welcher wäre das? 

Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Und dann einfach das Buch lesen.

 

? In Interviews haben Dir Verkaufsgenies wie Udo Walz, Sarah Kern oder Lothar Seiwert ihre ganz persönlichen Erfolgsgeschichten erzählt. Was ist Dein Weg, wie bist Du zum „Verkaufs-Profi“ und Sales-Experten geworden?

 

Fleiß, solide Arbeit und Beharrlichkeit! Dabei habe ich stets versucht meine Stärken zu stärken und meine Schwächen zu schwächen.

 

? In welcher Situation hast Du mal Deine eigenen Ratschläge komplett vergessen und Dich denkbar schlecht verkauft?

"Schlecht verkaufen" ist immer relativ. Diesen einen berühmten Aussetzer hatte ich glücklicherweise nicht. Ich hatte ab und zu sogenannte "abschlussfreie" Gespräche.

 

? Dein Büro liegt im wunderschönen Sissi-Schloss Possenhofen am Starnberger See. War das eine strategische Entscheidung, die Du gezielt für Deine eigenen Positionierung einsetzt oder war es einfach eine glückliche Bauchentscheidung, weil die Lage genial ist?

 

Ich genieße seit vielen Jahren das Privileg im Sissi-Schloss Possenhofen zu wohnen. Vor zwei Jahren ergab sich dann die Möglichkleit dort auch mit meinen Büro einzuziehen. Und so ganz schlecht lässt es sich jahier auch nicht arbeiten.

 

? Du lebst, was Du trainierst und bist – wie Kreative Chaoten halt so sind – begeisternd und begeistert. Was liebst Du am meisten an Deinem Beruf?

Ganz knapp gesagt: Roger Rankel, RR, steht für Reisen & Reden - das ist mein Leben, das finde ich spannend!

 

 

? Menschen sind Dir wichtig, und bist auch sozial sehr engagiert. Was freut Dich dabei am meisten? 

Als Begründer eines erfolgreichen Unternehmens, bei dem sich alles um Menschen dreht, hat soziales Engagement für mich einen besonderen Stellenwert. Erst neulich spendete ich an Jutta Speidels Stiftung HORIZONT e.V. € 4.000,00. Denn leider gibt es in der Landeshauptstadt München alleinstehende Mütter, die ihren Kindern kein eigenes Zuhause bieten können. Das HORIZONT-Haus hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, einen Ort zu schaffen, an dem Kinder mit ihren Müttern zu Ruhe kommen können und für ihr weiteres Leben wieder eine Perspektive finden. Ich möchte die Zukunft unserer Gesellschaft positiv mit gestalten und unterstütze auch als Vater einer 6jährigen Tochter Jutta Speidels gemeinnützige Initiative.

 

? Roger, herzlichen Dank für das Gespräch.

 

Gern geschehen.

 

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Interviews - Persönlichkeiten im Gespräch
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Freitag, 19. juni 2009

Im Januar habe ich nach Paul Johanes Baumgartner einen Auftritt bei einem Kongress in Zürich gehabt, bei dem er die Teilnehmern richtig begeistert hat. Zu diesem Zeitpunkt war sein Buch "Begeistere und gewinne" gerade auf der verlagsinternen Zielgeraden, jetzt ist es auf dem Markt. Grund genug ihn nach den besten Tipps für einen perfekten und begeisternden Auftritt zu fragen.

Paul, viele kennen den Spruch „Für den ersten Eindruck gibt es keine 2. Chance“. Ziemlich kleines Zeitfenster also, wenn ich mein Gegenüber begeistern will.

Ja, wir haben im Leben realistisch betrachtet in den seltensten Fällen die Chance für einen weiteren Eindruck, weil es zum bequemen Volkssport geworden ist, Menschen in Stereotypen zu unterteilen und sofort in eine Schublade zu stecken. Was ich sage, ist - frei nach Kant: Haben wir doch den Mut, unseren Verstand zu benutzen! Wenn ich als aufgeschlossener Mensch wahrgenommen werden und Andere gewinnen möchte, macht es dann Sinn, die Menschen, die ich kennenlerne, aufgrund ihres ersten, vielleicht nicht ganz optimalen Eindrucks, zu katalogisieren? Wenn er nicht so aussieht, wie ich es mir in meiner beschränkten Wahrnehmung wünsche - wie gehe ich dann auf ihn zu? Wie behandle ich ihn? Als Freund? Als Fremder? Ich lege es jedem Menschen ans Herz, die Schublade erstmal schön offen zu halten und sich Gedanken darüber zu machen, ob es wirklich nötig ist, binnen einer Zeitspanne, die so lange dauert wie die Zündung eines Airbags, nämlich 150 Millisekunden, über sein Gegenüber zu richten.

 
Was passiert in den ersten 4 Minuten eines persönlichen Aufeinandertreffens?

In der ersten Sekunde ordnen wir Personen, denen wir zum ersten Mal begegnen, in ein grobes Raster ein. Die ersten Kriterien: Ist uns der andere vom Sehen bekannt oder unbekannt, sympathisch oder unsympathisch, ist er männlich oder weiblich, alt oder jung, interessant oder langweilig.

Nach einer halben Minute festigt sich unsere erste grobe Bewertung, die abhängig ist vom äußeren Erscheinungsbild, der Körpersprache und der Stimme. Je nachdem, ob der andere den Sympathie-Check besteht oder nicht, legen wir schon fest, ob wir die Person gern näher kennenlernen möchten. Innerhalb der ersten vier Minuten haben wir dann die Chance, unseren Eindruck zu vertiefen und beginnen bei Interesse ein Gespräch oder – wenn das nicht möglich ist – beobachten die Person aus einiger Distanz, um uns auf diese Weise ein genaueres Bild zu machen. Worauf achten wir beim ersten Gespräch? Am wenigsten auf das Was, also zum Beispiel auf Gesprächsinhalte etc., sondern fast ausschließlich auf das Wie. Ist die Person locker oder verkrampft? Tolerant oder rechthaberisch? Gibt sie sich offen oder hält sie sich bedeckt?

Das Erstaunliche daran: Nach vier Minuten glauben wir schließlich, einen bislang Fremden zuverlässig einschätzen zu können und entscheiden danach, ob jemand „eine Chance bei uns hat“ oder nicht – egal, ob im Privatleben oder im Job. Auch dieser Check läuft übrigens komplett in unserem Unterbewusstsein ab. Das heißt, wir können immer noch nicht genau erklären, warum uns jemand spontan sympathisch oder unsympathisch ist. Unser Unterbewusstsein hat gnadenlos darüber entschieden – ganz ohne uns zu fragen, ob es so irrational und möglicherweise vorurteilsbehaftet urteilen darf.


Du schlägst in Deinem Buch den Bogen zwischen persönlicher Kommunikation und der Situation, in der wir vor Publikum eine Rede halten. Was haben beide Situationen gemein, welchen roten Faden können wir für beide Situationen für uns mitnehmen?
Beide Situationen sind nahezu identisch. Nehmen wir mal eine Radiomoderation. Das ist ja nichts anderes als eine Präsentation oder eine Rede. Viele glauben, ein Radiomoderator richtet sich in seiner Ansprache an viele Menschen. Das tut er aber nicht. Er spricht mit exakt einem Menschen und der Rest hört zu. Ein klassischer Fall von one-to-one-Kommunikation. Bei einer Rede oder Präsentation machen viele den Fehler und sprechen nach dem Prinzip "Ihr da unten, ich hier auf der Bühne". Ein Riesenfehler. Egal ob Präsentation oder persönliche Kommunikation - sie wenden sich immer nur an einen einzigen Menschen und holen dessen nonverbale Signale ab. Sind - wie es beim Sprechen vor Publikum der Fall ist - mehrere Menschen anwesend, picken wir uns am besten einen Zuhörer raus, den wir ansprechen und der Rest hört zu. Dann wenden wir uns dem nächsten Zuhörer zu und der Rest hört wieder zu.

Zwei Tipps am Rande: Was sich immer wieder anbietet, ist - auch wenn das Lampenfieber in der Wade brennt: Lächeln. Mit einem Lächeln öffnet Ihr Euer Gegenüber und er ist bereit, mehr von sich zu geben. Was Ihr bitte nicht tut zu Beginn einer Rede: "Ich bin total aufgeregt". Muss ja nicht gleich jeder wissen.


In einem Vortrag liegt zwischen Weinen und Lachen nur der tiefe Ozean der Langeweile. Hast Du schon mal als Moderator oder Speaker Deine Zuhörer gelangweilt und Dich danach gigantisch über Dich selbst geärgert?
Das ist das Schöne am Radio: Man sieht nicht, wenn einer gähnt. Ich bin mir  aber in einem spontanen Anfall von Selbstreflexion sicher, dass ich schon Geschichten und Themen in meinen Radiosendungen hatte, die nicht gerade Begeisterungsstürme bei den Zuhörern ausgelöst haben. Das spürt man manchmal leider erst hinterher oder man bekommt nach der Sendung das Feedback und beisst sich dann selbstredend in den Allerwertesten. Auf der Bühne hoffe ich, habe ich noch niemanden gelangweilt und konnte auch nicht feststellen, dass Zuhörer paarweise den Saal verlassen haben. Das Gute als Speaker vor real existierendem und sichtbaren Publikum ist ja: Man merkt sehr schnell, wenn eine Dynamikdelle entsteht und kann dann entsprechend korrigierend eingreifen und die Zügel wieder anziehen.


Für einen positiven ersten Eindruck ist die Stimme maßgeblich. Gerade bei Dir im Radio ist das ja auch der einzige Eindruck, den wir von Dir bekommen. Welchen Tipp gibst Du uns Stimm-Laien, um angenehm zu klingen und gut anzukommen?
Je entspannter Ihr seid, desto besser klingt Eure Stimme. Erlernt die Zwerchfellatmung, tretet ein in die Fraktion der Relaxten, und wenn Ihr den letzten Hauch Extraklasse bekommen wollt, freue ich mich, Euch im Seminar begrüßen zu dürfen. Und: räuspert Euch nicht, das macht nur die Stimmbänder kaputt.


Kreative Chaoten sind ja sehr vielseitig und lieben es in mehreren Themen zu Hause zu sein. Du bist auch sehr vielseitig, als Journalist, als Moderator bei Antenne Bayern, als Trainer und Redner. Wo helfen Dir die Stärken des „Kreativen Chaoten“ am besten?
In erster Instanz freue ich mich, als Kreativer Chaot gesehen zu werden und in zweiter Instanz schreibe ich dieser Spezies Ideenreichtum zu, die Fähigkeit, Sachverhalte aus mehreren Blickwinkeln betrachten zu wollen und mit Emotionen andere Menschen begeistern zu können. In der Regel sind Kreative Chaoten an zwischenmenschlichen Beziehungen auch im Berufsleben interessiert  und sie legen oftmals eine erstaunliche Fähigkeit an den Tag, verwundbar offen auf andere Menschen zugehen zu können.

 
Paul, herzlichen Dank für das Gespräch.

Gerne!

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Interviews - Persönlichkeiten im Gespräch
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Sonntag, 31. mai 2009
Sie bleiben in den Ferien zuhause? Genießen Sie Ihren Urlaub auf Balkonien.
Mit dieser Checkliste garantiert kein Problem .

Urlaub auf Balkonien - Nützliche Reisetipps!
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Na? Sind alle deine Freunde und Kollegen dabei ihren Urlaub zu buchen und du musst dieses Jahr zu Hause bleiben? Kein Problem: Auch Urlaub bei sich zu Hause auf "Balkonien" kann richtig Spass machen.
Allerdings will die "Reise" nach Balkonien gut vorbereitet sein - nur so kommt man richtig in Urlaubsstimmung!

Wir geben wichtige Reisetipps:
a) Reisepass und Visum
Verlängere provisorisch deinen Reisepass. Frage den Sachbearbeiter im Rathaus, ob man für Balkonien ein Visum benötigen würde. Wenn er verwirrt nachhakt, sag: "Ach, es wird schon glattgehen." Beantrage
aber sicherheitshalber einen Internationalen Führerschein.

b) Reisemedizin
Frische deine Impfungen gegen Polio, Tetanus, Diphterie, Tollwut und Grippe auf. Schliesse eine Auslandsreisekrankenversicherung ab.

c) Devisen
Tausche bei deiner Hausbank einen 100-Euro-Schein in zehn 10-Euro-Scheine um. Erkundige dich nach dem aktuellen Wechselkurs.

d) Blumen giessen
Bitte deine Nachbarn, deine Blumen zu giessen und nach der Post zu sehen. Übergebe deine Schlüssel.

e) Reise
Steige in den nächsten Bus. Zeige dem Busfahrer unaufgefordert deinen Reisepass und bitte ihn, ein Stück von deinem gerade gekauften Ticket abzureissen. Frage nach, wo dein Sitz sei. Reagiere auf unhöfliche
Reaktionen mit "Das ist mein erster Flug... ". Falls ein Schaffner vorbei kommt, bitte ihn um ein Glas Saft. Beschwere dich Über den miserablen Service, falls er unfreundlich wird. Bleib solange im Bus sitzen, bis du wieder dort vorbeikommst, wo du eingestiegen bist. Du ahnst es sicher schon: Dann bist du in Balkonien angekommen!

f) Ankunft
Sobald du aussteigst, rede nur noch in einer Fremdsprache deiner Wahl. Auch wenn du Leuten begegnest, die du kennst.

g) Rezeption
Klingel bei den Nachbarn, denen du deine Schlüssel gegeben hast. Nenne deinen Namen und sage (in der gewählten Fremdsprache), dass du gern die Schlüssel für dein Zimmer hättest. Frage nach, wann es
Abendbrot gäbe. Entschuldige dich für deine schlechten Fremdsprachen-Kenntnisse, wenn man dich komisch anschaut.

h) Zimmerbezug
Inspiziere deine Wohnung und bediene dich an der Minibar. Lege dich für eine Weile hin, um dich vom Jetlag zu erholen.

i) Sonnenbad
Schmiere dich mit einer 20er-Sonnencreme ein und lege dich in Badehose auf den Balkon. Lausche der CD "Klänge des Meeres" oder ähnlichem.

Geniesse deinen wohlverdienten Urlaub!


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Quelle: leider unbekannt. Falls bekannt, bitte bei Cordula melden!!!!

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Leben
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Sonntag, 31. mai 2009

Die Urlaubszeit steht vor der Türe und für viele stellt sich jetzt wieder die leidige Frage: was nehme ich nur alles mit??????

Hilfreich dabei sind Checklisten - dann sparen Sie sich selbst das Nachdenken  und haben mehr Zeit noch am Vortag des Urlaubes einen schönen, entspannten  Tag zu verbringen.

Für mein Buch "Familien-Alltag sicher im Griff"  habe ich eine Checkliste für den Urlaub mit Kindern erstellt.
Als pdf finden Sie diese auf meiner Hauptwebsite im Downloadbereich

In dieser Checkliste habe ich die wichtigsten Dinge für einen Bade-Urlaub mit Kindern und Auto zusammengestellt. Dazwischen finden Sie immer Platz für Ihre eigenen zusätzlichen Notizen.

Ich wünsche Ihnen eine stressfreie Urlaubsvorbereitung und einen schönen, erholsamen Urlaub.
Ihre Cordula Nussbaum

Checkliste für den Urlaub

Inhalt:
1. Vorher erledigen
2. Wichtige Papiere
3. Geld im Urlaub
4. Telefonieren & Web im Ausland
5. Kosmetik
6. Kleidung
7. Für den Strand
8. Reiseapotheke
9. Was sonst noch wichtig ist
10. Am Abreisetag
11. Zusätzliches für den Urlaub mit einem Baby oder Kleinkind
12. Zusätzliches für den Urlaub mit dem Auto

1. Vorher erledigen
regelmäßige Lieferungen, Zeitungen und Zeitschriften abbestellen oder umleiten
Reiseversicherung abschließen!
Post lagern lassen
Freunde, Verwandte oder Nachbarn bitten, während des Urlaubs die Blumen zu gießen, die Räume zu lüften, das Haustier zu pflegen, die Mülltonnen zum Entleerungstermin rauszustellen, den Postkasten von Werbung zu „befreien“, etc.

2. Wichtige Papiere
Reisepass
Kfz-Schein + Personalausweis
Führerschein
Auslandskrankenschein
Krankenkassen-Karten
Grüne Versicherungskarte


3. Geld im Urlaub
ausreichend Bargeld für die Anreise mitnehmen
evtl. ausländische Währungen bei der Bank bestellen
Kreditkarten einpacken
Kreditkarten-Sperrnummern für's Ausland mitnehmen


4. Telefonieren & Web im Ausland
Handynutzung im Ausland klären
günstigen Anbieter ermitteln

5. Kosmetik
Shampoo
Duschgel
Haarspray
Gel
Bürste
Kamm
Fön
Lockenstab
Wattestäbchen
Taschentücher
Parfüm
Deo
Gesichtspflegemittel
Schminkutensilien
Körpermilch
Nagellack und –entferner
Handcreme
Zahnbürsten
Zahnpasta
Zahnseide
Zahnspange
Rasierzeug


6. Kleidung
Unterhosen, BHs
Strümpfe, Socken
Schlafanzug/Nachthemd
Pullover, Hemd, Weste, Bluse, Jacke, T-Shirt
Kleid, Rock, kurze und lange Hosen (Gürtel)
Anzug/Abendkleid
Sport- und Joggingkleidung
Schuhe (incl. Reserveschnürsenkel)
Sonnen-Kappe (Baseballmütze)


7. Für den Strand
Sonnenmilch
After-Sun-Balsam
Lippenpflege
Sonnenhüte
Sonnenbrillen
Badeschlappen
Badetücher
Bademantel
Badekleidung
Schwimmflügel
Schwimmreifen
Schwimmnudel
Sandspielsachen
Strandspiele
Sonnenschirm
Boot
Planschbecken


8. Reiseapotheke
Reiseapotheke packen (Mittel gegen Erbrechen und Durchfall, Nasentropfen, Aspirin, Paracetamol, Insektenschutz, Kamillentee, Pfefferminztee, etc.)
Fieberthermometer
Sicherheitsnadel
Ohropax
Nageletui
Brillen, Kontaktlinsen (und Reinigungsmittel)
Pflaster
Weitere Medizin nach Zielort und häufigen Krankheiten bzw. täglich benötigte Medikamente


9. Was sonst noch wichtig ist
Sonnenbrillen
Reiseführer
Kartenmaterial
Kompass
Fernglas
Wörterbücher
Taschenrechner
Währungstabelle
Handy und Zubehör
Foto- und Videoausrüstung mit Regenschutz (Filme ins Handgepäck)
Adapter für Steckdosen
Weltempfänger
Schreibzeug
Papier
Adressenliste bzw. Handheld mit Adressen
Tagebuch
Fahrtenbuch
Bücher
Gesellschaftsspiele
Gameboy
Taschenmesser
Taschenlampe
Nähzeug
Einkaufsnetz, Tragetasche oder kleiner Rucksack
Mülltüten
Kerzen und Feuerzeug bzw. Streichhölzer
Moskitonetz und Bast oder Schnur zum Aufhängen
Kleiner Heizlüfter
Regencape/Regenschirm
Schuhputzausrüstung
Bettwäsche
Handtücher
Reisewaschmittel
Wäscheklammern
Reisebügeleisen


10. Am Abreisetag
Netz-, Antennen- und Telefonstecker rausziehen
Außensteckdosen abschalten
Heizung niedrig- oder ganz ausschalten
Waschmaschine und Trockner ausschalten
Blumen gießen und an einem zentralen Ort zusammenstellen
verderbliche Lebensmittel aus dem Kühlschrank nehmen
Obst und Gemüse verschenken
Reiseproviant richten
Müll entleeren
Lichter ausschalten
Fenster und Türen abschließen
Urlaubsanschrift und Hausschlüssel bei Freunden, Verwandten oder den Nachbarn hinterlegen


11. Zusätzliches für den Urlaub mit einem Baby oder Kleinkind
Windeln
Wickelrucksack
Wickelunterlage
Körpermilch
feuchte Tücher
Stilleinlagen
Plastiktüten
Toilettensitz
Nagelschere
Wundschutzcreme
Öl
Puder
Flaschen und Nuckelaufsätze
Flaschenwärmer
Flaschenputzer
Lätzchen
Kindertee
Brei
abgekochtes Wasser
(Lieblings-)Saft
Milchpulver
Wasserkocher
Pürierstab
Babylöffel
Spielzeug
Spieluhr
Nachtlicht
Kuscheltiere
Haarbürstchen
Zahnbürste
Zahnpasta
Kinderwagen, Buggy oder Tragetuch
Reisebett
Schlafanzüge
Schlafsäcklein
Kirschkernkissen/Wärmflasche
Moskitonetz
Decken
Schnuller
Babyphon
ausreichend Kleidung



© by Cordula Nussbaum, www.Erfolg-Reich-Frei.de, Autorin von „Familien-Alltag sicher im Griff“
ISBN 3-7742-6676-X

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Hilfreich
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Donnerstag, 28. mai 2009

Junggesellen, Morgenmuffel und Zeit-Spar-Freaks aufgepasst! Jetzt könnt Ihr mit 0 Minuten Zeiteinsatz jederzeit ein gemachtes Bettchen vorweisen. 

Während Sie unter der Dusche stehen oder beim Frühstück sitzen, schüttelt "BED" , eine Bettstatt-Innovation aus Chile, den Schlaf aus den Federn und steht binnen zweieinhalb Minuten fix und fertig parat für die nächste Nacht. Auf Knopfdruck lüftet BED die Laken und Bezüge und zieht sie glatt, die Decke rollt sich auf und breitet sich am Ende gleichmäßig über der Matratze aus. 800 Euro kostet das Wunder-Bett, das laut Hersteller nur so viel Strom verbrauchen soll wie ein Wasserkocher.


Das Ganze funktioniert mittels eines Luftstroms, den eine kleine Turbine im Boden des Möbelstücks erzeugt. Luft wirbelt durch eine speziell dafür entwickelte Konstruktion in das Bettzeug und entweicht wieder.  "Wir sind überzeugt, dass unsere Erfindung ein wichtiger technologischer Fortschritt ist, der die Lebensqualität verbessert", sagt Firmendirektor Nino Parodi der Financial Times. Und gibt zu, dass er seinen Freund José Luis Alegría zuerst für verrückt gehalten habe, als dieser ihm seine Idee anvertraute. Dennoch machten sich Parodi und Alegría an die Arbeit, um die vermeintliche Schnapsidee Wirklichkeit werden zu lassen. Der Prototyp des Bettes war 2006 fertig konstruiert. Vergangenes Jahr gaben beide ihre Jobs bei einer Kabelfernsehstation und einer Werbeagentur auf, um mit zwei weiteren Kreativen ihr Unternehmen zu gründen und die Serienproduktion zu starten.

 

Ein tolles Beispiel von kreativem Mut - und eine witzige Idee, wie uns Technik mal wieder mehr Arbeit abnimmt. Was tun Sie, um am Morgen wertvolle Minuten zu "sparen"?


 (C) Foto: Netxtdream

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Ideenreich - Tipps & Tricks für kreative Lösungen
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Donnerstag, 28. mai 2009
Markus Hofmann: Hirn in Hochform

Ein Buch ganz nach meinem Geschmack: zunächst zeigt Markus Hofmann in einem anschaulichen wissenschaftlichen Exkurs den Aufbau des Gehirns und der Nervenzellen, und erklärt das Wunderwerk "graue Zellen und wie wir es am besten nutzen können. Es folgen überraschende Abstecher in verwandte Themen (Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Einkaufsverhalten, Neuromarketing, Vergessen) und natürlich liefert Hofmann auch die Klassiker zum Thema Gedächtnistraining: Zahlen merken, Namen lernen, Loci-Technik. Ein lebendig formuliertes Buch, geistreich und unterhaltsam.  

> Direkt bei amazon bestellen

Auf der Lesenswert-Skala von 0 (nicht lesen) bis 10 (unbedingt lesen):   9


Jetzt aktuell lesen: Interview mit Markus Hofmann 

 

 

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Lesen - Buchtipps
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Donnerstag, 28. mai 2009

Markus Hofmann traf ich zum ersten Mal auf einem seiner erfrischenden Vorträge, und immer noch kenne ich die zehn (mittlerweile elf) letzten amerikanischen Präsidenten. Er brachte mich auf den Geschmack, wie leicht lernen und merken ist und seither sind wir in regem Austausch. Neulich erzählte ich jemanden, dass ich Markus kenne, und den ganzen Abend war der Runnig Gag: "Sie kennen Markus Hofmann, Sie müssen sich alle unsere Namen merken!"

Nun traf ich Markus als frischgebackenen Buch-Autor zum Kamin-Gespräch.

? Markus, heute läuft doch jeder mit Pocket-Computer und Handy herum. Wir haben uns Gehirn quasi ausgelagert. Welche Bedeutung hat denn nun das Merken noch?

Markus Hofmann: Wie viele Telefonnummern kannst du heute noch auswendig eintippen? Und wie viele noch vor 10 Jahren? Sicherlich konntest du damals wesentlich mehr. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass wir unser Gehirn immer weniger beanspruchen und seine Fähigkeiten immer weniger nutzen. Das ist ein ernstes Problem. Schritt für Schritt verlagern wir unser Gedächtnis nach außen. Wir nutzen Handy, Terminkalender, Laptop oder Notizzettel. Auch via Internet finden wir vermeintlich schnell die Information, die wir gerade benötigen und lassen dabei unsere Gedächtnisleistung verkümmern.  

In der heutigen Wissensgesellschaft benötigen wir aber mehr denn je unser Gedächtnis für eine optimale, schnelle und nachhaltige Wissensabspeicherung. Nur durch ein breites Basiswissen können wir nämlich Transferwissen herstellen und sind in der Lage kreative, neue Lösungen zu finden. Unsere geistige Leistungsfähigkeit und das gespeichrte Wissen sind der Wettbewerbsvorteil, den wir in unserer globalisierten Welt fördern und fordern müssen.

 

 

? Welchen größten Unterschied gibt es dabei zwischen Männern und Frauen?

"Es gibt zwei Perioden, in denen ein Mann eine Frau nicht versteht: vor der Hochzeit und nach der Hochzeit“, meint Robert Lembke. Manche Männer werden aus dem Redefluss der Frau nicht schlau. Keine Sorge, das ist völlig normal – und zwar sowohl der Eindruck von der Partnerin als auch deren Verhalten! Statt sich darüber aufzuregen, sollten wir es einfach als gegeben hinnehmen. Vielleicht helfen die folgenden Erklärungen, die Toleranz zwischen den Geschlechtern für das Verhalten des jeweils anderen zu erhöhen. 

Das männliche Gehirn wiegt durchschnittlich 100 Gramm mehr als das weibliche und hat 22,8 Milliarden Neurone in der Großhirnrinde, während es bei Frauen nur 19,3 Milliarden sind. Das männliche Gehirn ist selbst dann um neun Prozent größer, wenn man es im Verhältnis zur Körpergröße betrachtet. Insgesamt gesehen, haben beide Geschlechter die gleiche Anzahl von Gehirnzellen, nur liegen sie bei der Frau dichter zusammen und drängen sich in einen kleineren Schädel.

 

Während das männliche Gehirn etwas mehr Volumen hat, hat das weibliche eine etwas größere Oberfläche und vor allem stärkere Verbindungen zwischen den Neuronen. So ist z.B. die Verbindung zwischen der rechten und der linken Hirnhemisphäre bei der Frau im hinteren Teil stärker ausgeprägt als beim Mann. Deswegen können Frauen auch besser Logik mit Gefühl verbinden, was uns Männer manchmal zum Wahnsinn treibt (lacht).

 

Die Gehirnzentren für Sprache und Hören enthalten bei Frauen elf Prozent mehr Neuronen als bei Männern. Klingelt da etwas? Der Hippocampus – also der Teil des Limbischen Systems, der für die Entstehung von Gefühlen und Erinnerungen zuständig ist –, nimmt im weiblichen Gehirn mehr Raum ein; das Gleiche gilt für Schaltkreise, die dem Beobachten von Emotionen bei anderen dienen.

 

Demgegenüber verfügt der Mann über eine größere Verarbeitungskapazität in der Amygdala, also jenem Gehirnareal, das Angst wahrnimmt und Aggressionen auslöst. Alles in allem gesehen, sind es keine großen Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn, sondern nur feine.

? Das heißt, wir können aus der Größe nicht auf die Leistungsfähigkeit schließen?
Nein, ein Unterschied in der Leistungsfähigkeit zwischen den Geschlechtern ist daraus nicht ableitbar.

 

 

? Woran liegt es, dass einige Menschen sich Sachen besser merken können als andere?

Das hat kann mehrere Gründe haben. Zum Einen müssen die neurologischen Voraussetzungen stimmen. Demenzkranke können sich wegen funktioneller Störungen schwer Dinge merken. Deswegen halten Sie Ihren Kopf fit indem Sie sich richtig ernähren (wenig Fett, langkettige Kohlenhydrate, ausreichend Vitamine und Nährstoffe) und ausreichend bewegen, damit genügend Sauerstoff in das Gehirn gelangt. 

Zum Anderen spielt die Motivation – sich Wissen im Kopf abzuspeichern – eine große Rolle. Angenommen Du bist begeisterter Fußballer. Dann kannst Du Dich wesentlich leichter daran erinnern, wer 1990 im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft das entscheidende Tor für Deutschland geschossen hat. Jemand, der sich nicht für Fußball interessiert, weiß vielleicht gar nicht, dass Deutschland 1990 Weltmeister geworden ist. Das gleiche passiert wenn Kinder sich die 493 Pokemon-Figuren mit Namen und allen Charaktereigenschaften merken. Interesse und Motivation sind somit äußerst wichtig. 

Ein dritter, wesentlicher Faktor ist: ich kann mir Informationen wesentlich einfacher und schneller behalten, wenn bereits Vorwissen vorhanden ist. Angenommen Sie studieren schon seit 2 Jahren Physik, dann wird Ihnen das Verstehen und auch Erinnern eines neuen Forschungsergebnisses wesentlich leichter fallen als jemandem, der sich ganz neu mit diesem Thema beschäftigt.

Der vierte und vielleicht wichtigste Punkt ist das Anwenden von Gedächtnis- und Merktechniken. Hiermit kann man Wissen nicht nur schneller verankern sondern auch wesentlich länger im Kopf behalten. Dies funktioniert mit emotional geladenen Geschichten. In meinen Seminaren und Vorträgen zeige ich den Menschen wie sie sich hunderte von Informationen mit diesen Techniken in wenigen Minuten merken können. Das schöne daran ist, es funktioniert bei jedem. Übrigens, Andreas Breme hat den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 gegen Argentinien geschossen. ;-)

 

 

? Wie können wir das „Leichter Lernen“ schon in den Schulen bekannter machen. Welche Aktivitäten machst Du da?

Ich komme ohne Honorar an Schulen und zeige den Schülern und Lehrern, wie sie die Techniken im Unterricht anwenden, sich besser auf Prüfungen vorbereiten und bessere Noten schreiben können. Mein wichtigstes Augenmerk ist dabei, den Spaß am Lernen wieder zu wecken. Die Schüler sind nach den 2 Stunden von sich selbst extrem begeistert und sehen, dass sich jeder Lernstoff - mit den richtigen Gedächtnistechniken - auf humorvolle Art und Weise im Kopf abspeichern lässt. Die Techniken sind ein wichtiges Werkzeug mit dem jeder Lernende und Lehrende arbeiten sollte. Lehrer oder Eltern können sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

 

 

? Du sprichst auch von den „Talenten“ der linken und der rechten Gehirnhälfte. Viele meinen, dies sei stark verkürzt dargestellt, weil die Funktionen ja viel komplexer verteilt sind….

Ganz klar. Das Bild von einer linken und rechten Gehirnhälfte ist stark vereinfacht - aber sehr anschaulich, wenn es darum geht zu zeigen, dass unterschiedliche mentale Aufgaben von unterschiedlichen Gehirnregionen verarbeitet werden, aber dennoch zusammenspielen. Denken und Erinnern sind immer ganzheitliche Prozesses im Gehirn.  

Die Herausforderung ist nun, möglichst viele Gehirnbereiche – vor allem die Emotionalen und Bildhaften - beim Lernen und Merken zu aktivieren. Das ist, als ob du einen Turbo einschaltest. Ein Beispiel: Du möchtest dir deine Geheimzahl 7564 merken. Du kannst diese natürlich rational abspeichern. Leichter und vor allem nachhaltiger funktioniert es aber mit der folgenden Geschichte: Auf deiner Scheckkarte siehst du das Bild eines Zwerges (7 Zwerge), diesem schüttelst du gerade die Hand (5 Finger) und überreichst ihm eine kleine Geschenkbox (sieht aus wie ein Würfel mit 6 Seiten) in dem sich ein kleines Spielzeugauto (4 Räder) befindet.

 

 

? Wie bist Du selbst auf dieses Thema gekommen, aus welchem Grunde hat es Dich begeistert?

Ich habe die Techniken bei meinem Partner Gregor Staub kennengelernt und diese in meinem Studium eingesetzt. Ich konnte damit in der Hälfte der Lernzeit doppelt so gute Noten (im Vergleich zum Abitur) erzielen. Das war faszinierend, weil ich zum einen wieder Spaß daran hatte zu Lernen und zum anderen hatte ich den Vorsprung durch Wissen mit dem ich meine Mitmenschen und v.a. Dozenten ganz nebenbei beeindrucken konnte. Deshalb baten mich meine Kommilitonen, ihnen diese Gedächtnistechniken ebenfalls zu zeigen. Das positive Feedback zu meinem Auftritt reichte von „humorvoll“, „nutzbringend“, bis hin zu „begeisternd“ und „motivierend“ und gaben mir den Impuls mich in diesem Bereich selbständig zu machen.

Außerdem liebe ich es mit Menschen zu arbeiten, sie zum Lachen zu bringen und Ihnen nebenbei noch Tools an die Hand zu geben, die sie persönlich weiter bringen. Das positive Feedback und die bereichernden Kontakte, die daraus entstehen, beflügeln mich und geben mir das Gefühl hier wirklich meine Berufung gefunden zu haben.

 

 

? Was war Dein persönlich größter Lern-oder Merk-Erfolg?

Natürlich war mein Studium ein Highlight für mich, da ich dies neben meinem Beruf bewältigen und nach der Arbeit und am Wochenende noch lernen musste. Noch spannender fand ich aber die beiden folgenden Episoden:

Viele Jahre war ich begeisterter Mit-Segler. Vor vier Jahren wollte ich nun selbst den Segelschein machen. Du siehst, hohe Motivation und ein gewisses Vorwissen waren vorhanden. Für die drei schriftlichen Prüfungen (Binnenschein, Seeküstenschifferschein, Funkzeugnis) habe ich insgesamt nur 1 ½ Tage gelernt und mir das Wissen mit Hilfe der Techniken im Gedächtnis verankert. Den Test habe ich als einer der Besten abgeschlossen.

 Im April 2009 habe ich mich bei „Schlag den Raab“ beworben. Es gab 30.000 Bewerber. Hier kommt es vor allem auf Geschicklichkeit, Fitness, Koordination aber vor allem auf Allgemeinwissen an. Im Casting konnte ich den Wissenstest als einer der Besten abgeben. Dazu habe ich innerhalb von 2 Wochen die wichtigsten Daten, Fakten, Zahlen, Personen aus dem Bereich Geografie, Geschichte, Boulevard, Sport, Politik, Literatur und Wissenschaft aus Deutschland und der Welt abgespeichert. U.a. in zwei Stunden alle Länder dieser Welt, deren Lage auf der Landkarte mit den jeweiligen Hauptstädten und Flaggen.

 Bei den zwei Castings in Köln konnte ich mich durchsetzen und war am Ende unter den letzten 20 Bewerben. Leider war mein sportliches Spektrum wohl nicht breit genug. Auf eine Frage im Interview, ob ich Schläger-Sportarten betreibe, war meine Gegenfrage: „Meinen Sie Sportarten wie Boxen oder Karate?“. Der nette Herr hinter der Kamera erklärte, dass dabei eher Tischtennis oder Badminton gemeint war (lacht). Aber, das zusätzliche Wissen, das ich mir dadurch angeeignet habe, kann mir keiner mehr nehmen.

 

? Welchen Tipp möchtest Du unseren Lesern besonders ans Herz legen?

Denken Sie in Bildern und haben Sie Spaß am Lernen!! Je mehr Grundwissen Sie sich aneignen, um so leichtern können Sie neues Wissen abspeichern und um so geistig flexibler und kreativer werden sie.

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Interviews - Persönlichkeiten im Gespräch
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Donnerstag, 28. mai 2009

Viele Menschen ärgern sich täglich über die Dinge, die sie nicht geschafft bekommen. Am Wochenende habe ich bei einer Kick-Off-Veranstaltung einen Klinik-Arzt kennen gelernt, der erzählt, er haben meist in der Früh bereits schlechte Laune, weil er schon auf dem Weg zu seinem Schreibtisch wisse, er schaffe heute eh wieder nicht alles, was er schaffen wolle.

Ich erzählte ihm eine kleine Geschichte, die ich selbst vor kurzem wieder gehört habe, und die ich für mich umgemodelt habe.


Aber zunächst die Geschichte:
Es war einmal ein weiser, alter Landwirt, der jeden Morgen 10 Bohnen in seine linke Hosentasche steckte. An diesem Tag ließ er nach dem Frühstück eine Bohne von seiner linken in seine rechte Hosentasche wandern, weil es ihm so gut gemundet hatte. Anschließend traf er auf dem Weg zu seinem Feld seinen Nachbarn und wechselte ein paar nette Worte mit ihm. Wieder nahm er eine Bohne aus seiner linken Hosentasche und ließ sie in seine rechte hineinfallen. Auf dem Feld erntete er den ganzen Tag Kartoffeln und weil sie so gut gewachsen waren, ließ er diesmal zwei Bohnen in den rechten Hosensack gleiten. Am Abend auf dem Nachhauseweg hörte er wunderschönen Vogelgesang und fand diesen eine Bohne wert. Vor dem Zu-Bett-Gehen zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Bei jeder einzelnen erinnerte er sich an das positive Erlebnis. Glücklich schlief er ein und das tat er auch, wenn er nur eine einzige Bohne in seiner rechten Hosentasche fand.


Seither habe ich kleine weiße Bohnen in der Hosentasche und ich stecke eine von links nach rechts, wenn ich etwas Schönes erlebt haben ODER wenn ich eine Aufgabe erledigt habe. So sehe ich abends immer, wie viele schöne und erfolgreiche Momente ich heute hatte und freue mich auf das Bohnen-Sammeln am kommenden Tag. Und alleine schon die Konzentration darauf, was ich schaffe bringt einen in eine ganz andere, motivierte Laune.


Probieren Sie es aus, ich freue mich auf Ihr Feedback.

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Sinnieren - Geschichten und Zitate
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Donnerstag, 28. mai 2009
 

Kreative Chaoten sprudeln oft nur so über vor Ideen.
Sie fangen viel an, doch oftmals geht uns unterwegs die Luft aus.
Oder anderer Dinge sind plötzlich viel spannender und wir stürzen uns auf das Neue - ohne das andere zu Ende zu bringen.

Die Neugier auf Neues, das Ausprobieren und sich in Unbekanntes stürzen ist ein großes Talent. Doch manchmal kann es auch echt nerven, wenn wir Sachen die uns am Herzen liegen, nicht zu Ende bringen. Was uns eh nicht am Herzen liegt, dürfen wir ja beruhigt unerledigt lassen - außer wichtige Dinge, die wir abgeben müssen. Wie die Steuererklärung oder Aufgaben, deren Erledigung wir anderen Menschen versprochen haben.


Was also tun?

Viele "Nicht-Fertig-Werder" haben etliche gute Gründe dafür. Welchen Grund haben Sie? Wenn wir z.B. Aufgaben nicht fertigmachen, die uns am Herzen liegen, dann schützen wir uns damit eindeutig vor Kritik und einem möglichen Mißerfolg. So wie die BWL-Studentin, die zum wiederholten Male mit der Diplom-Arbeit "leider nicht fertig" wurde - und damit der Benotung und anschließenden Diskussionen aus dem Weg ging.


Fragen Sie sich:

? Habe ich Angst vor einem schlechten Ergebnis oder möglichen Reaktionen darauf?
Machen Sie sich klar:  
1.
es kommt nicht immer darauf an, eine TOP-Leistung mit 150% abzugeben. 80% sind oftmals völlig ausreichend.
2. Außerdem: geschafft ist geschafft. Wen juckt es in fünf Jahren noch, dass Sie "nur" eine "3" bekommen haben?
3. Und selbst wenn Sie scheitern würden (was Sie nicht tun!), dann sind Sie Ihrem Erfolg einen großen Schritt näher gekommen. Thomas Edison, Erfinder der Glühbirne, wurde mal gefragt, wie er die vielen Rückschläge denn verkraften konnte (er soll ca. 5.000 Versuche gemacht haben, bevor das Licht leuchtete). Edison antwortete in etwa: "Welche Rückschläge? Mit jedem Versuch konnte ich eine weitere nicht geeignete Lösung ausschließen."


? Langweilt mich die Aufgabe, wenn die erste Begeisterung vorbei ist?
1. Versuchen Sie Menschen in Ihrem Umfeld zu finden, die es lieben Dinge systematisch umzusetzen und delegieren Sie diese Aufgaben. Revanchieren Sie sich mit einem Gefallen.
2. 
Gönnen Sie sich eine Belohnung, wenn Sie die Aufgabe fertig haben. Legen Sie das bereits vor dem Beginnen fest und stellen Sie sich die Belohn-Situation bildhaft vor. Die Belege sind abgeheftet? Dann trinken Sie einen großen Milch-Kaffee in der Sonne und kaufen Sie sich einen neuen bunten Ordner für die nächste Runde.
3. Suchen Sie sich einen T.i.d.A.-Partner (Seminarteilnehmer, Ihr erinnert Euch?!), einen Menschen der Ihnen liebevoll gesonnen ist, und dem Sie z.B. sagen: "Bitte frage mich in 2 Wochen, ob ich den Keller entrümpelt habe und komme vorbei!"


? Habe ich Angst vor dem Erfolg?

Erstaunlich viele Menschen bringen Aufgaben nicht fertig, weil sie Angst vor dem Erfolg haben. Ja, richtig gelesen. Sie scheuen sich vor dem Lob und positiven Feedback der anderen. Was tun?
1. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie in 5-Jahresschritten auf, was Sie vermieden haben, obwohl sie es eigentlich wollten. (z.B. "15 Jahre alt. Ich erzähle in der Schule gerne, was mir Witziges passiert ist. Meine Freundin Doris fährt mich vor allen an `Das interessiert doch keinen, was Dir passiert.`Ich ziehe mich in ein SCHneckenhaus zurück undhüte mich seither davor etwas Witziges von mir zu erzählen.")
Nach einigen Notizen werden Sie Ihren inneren Saboteru erkennen. Und in dem Moment, in dem Sie erkennen, aufgrund welcher Muster Sie Ihren Erfolg verhindern, können Sie den Schalter umlegen - und selbstbewusst Ihren Weg gehen.


Viel Erfolg - und viel Schluss!

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Leben
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Freitag, 15. mai 2009

Kurz vor seiner kreativen Pause gab Eckart von Hirschhausen mir noch ein Interview. Aktueller Anlass: sein neues Buch "Glück kommt selten alleine...."

? Eckart, Du vermittelst in Deinen Bühnenprogrammen und jetzt auch in Deinem neuen Buch „Glück kommt selten alleine“ viele schöne Strategien für glückliche Momente. Wie glücklich fühlst Du Dich selbst?

Ich bin ziemlich glücklich. Aber das Wichtigste ist – für das Glück meiner Leser und Zuschauer ist das vollkommen unerheblich. Denn der Wegweiser muss den Weg nicht mitgehen.

 

? Was war bislang Dein glücklichster Moment, über den Du öffentlich sprechen willst?

Was mich immer noch nachhaltig am glücklichsten macht, ist, Menschen zum Lachen zum bringen und sich um andere zu kümmern. Positive Gefühle zu kultivieren braucht gezielte Anstrengung, aber die lohnt sich. Es ist einfach, glücklich zu sein. Schwer ist nur, einfach zu sein.

 

? Vom Arzt zu „Deutschland lustigstem Mediziner“ – wie bist Du auf die Idee gekommen, das Krankenhaus gegen die Bühne zu tauschen?

 Ich habe schon als Jugendlicher viel Spaß an Kabarett, Theater und Zauberkunst gehabt. Als Conférencier im Varieté habe ich parallel zu meiner Doktorarbeit schon Bühnenerfahrung gesammelt. So war der Übergang fließend. Ich habe eigentlich nur mein Hobby zum Beruf gemacht und den Inhalt meines Berufes mit dem Hobby verschmolzen. Was ich heute auf der Bühne erzähle, hätte ich in der Klinik auch erzählt, nur jedem einzeln. Wenn heute über 1400 Menschen gleichzeitig zuhören entspricht das 8 Jahren Einzelgespräche.

 

? Es heißt „Lachen ist die beste Medizin“, z.B. auch gegen Stress. Demnach müsstest Du, der ja fast täglich in einer anderen Stadt die Leute zum Lachen bringst, als Nebenwirkung einer der entspanntesten Menschen der Welt sein…..

Es ist schon absurd: Um möglichst vielen Menschen zu sagen, sie sollen sich keinen Stress machen und versuchen, glücklich zu sein, mache ich mir selber bisweilen ganz viel Stress. Aber wenn man 15 Jahre lang dafür gearbeitet hat, Medizin in Kabarettform bekannt zu machen, darf ich mich nicht beschweren, wenn es tatsächlich passiert.

 

? Glück besteht auch darin, Niederlagen oder Schlappen zu erleben, weil wir dann erst wieder lernen die Geschenke des Lebens auch als solche anzunehmen. Warum nur aber hadern so viele Menschen mit ihrem (vermeintlichen) Unglück, anstatt die positiven Momente richtig zu genießen?

Glück und Unglück gehören zusammen. Und eine frohe Botschaft aus der positiven Psychologie der letzten 10 Jahre ist: die meisten Menschen zerbrechen nicht an Schicksalsschlägen, sondern gehen im Gegenteil gestärkt daraus hervor. Was aber viel mehr stresst als „große“ Ereignisse sind viele kleine nervige Dinge, chronische Unzufriedenheit und Depression. Glück ist immer eine Frage der Balance. Aber leider ist die Suche nach dem Glück in uns viel stärker ausgeprägt als die Fähigkeit, das Glück zu genießen. Positive Gefühle zu kultivieren braucht gezielte Anstrengung, aber die lohnt sich.

 

? Aus der Glücksforschung wissen wir, dass Beziehungen zu anderen Menschen einen riesen Anteil daran haben, wie zufrieden wir sind. Dabei geht es jedoch nicht um Masse, sondern um die Qualität der Beziehungen, und Du hast dafür die „Rote-Kringel-Übung“  erfunden….

In meinem neuen Buch „Glück kommt selten allein“ klingt die zentrale Botschaft schon im Titel an: die wichtigsten Glücksbringer sind andere Menschen. Am besten gleich in Gedanken einmal einen roten Kringel im Adressbuch machen, um die ausgewählten Freunde, mit denen wir lachen, weinen und schweigen können – das sind unsere wahren Schätze. Es gibt Naturtalente der guten Laune, die verbreiten Freude, egal, wo sie ankommen. Andere verbreiten gute Laune, egal wo sie weggehen…

 

? Ab Mai machst Du künstlerische Pause um Dein neues Bühnen-Programm zu entwickeln. Auf was dürfen wir uns freuen?

Mit dem neuen Programm werde ich ab September dieses Jahres wieder deutschlandweit auf den Bühnen stehen. Der Titel: „Liebesbeweise“ – nach dem Glück des Einzelnen geht es nun um das Glück im Miteinander. Du solltest in jedem Fall vorbeikommen – denn nichts ist schöner und intensiver als live!

 

? Wenn Du uns abschließend einen einzigen Glücks-Tipp geben kannst – welcher Tipp ist das?

Der einzige Moment, in dem ich wissen kann, wie es mir geht und wie glücklich ich bin, ist JETZT. Und deshalb der beste Glückstipp: Lebt in der Gegenwart – es ist nicht immer toll, aber es gibt nichts Besseres!

 

 

? Eckart, ich danke Dir ganz herzlich für das Gespräch. Du hast damit mindestens einen Menschen mehr glücklich gemacht.

 

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Interviews - Persönlichkeiten im Gespräch
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Cordula Nussbaum ist Deutschlands erste Expertin für kreativ-chaotisches Zeit- und Selbstmanagement.
Die Münchnerin hat bereits mehre Erfolgs-Ratgeber veröffentlicht und ist selbst bekennende kreative Chaotin. Mehr


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