Dienstag, 17. märz 2009
Unsere speziellen Gründe dafür, Dinge aufzuschieben, sind auch eine Frage des Typs.
(Auszug aus "300 Tips für mehr Zeit",  GU)

Der Perfektionist
Motto: »Entweder richtig oder gar nicht.«
Beispiel: Die Unordnung im Haus wird immer schlimmer, weil Sie nicht die Zeit finden, alles in einem Rutsch picobello aufzuräumen.
Besserung: Unterteilen Sie Ihre Projekte in Etappen mit jeweils festgelegten Terminen.

Der Last-Minute-Worker
Motto: »Unter Druck arbeite ich am besten.«
Beispiel: Erst wenn die Schwiegermutter fast schon vor der Tür steht, bringen Sie Ihr Haus über Nacht auf Hochglanz.
Besserung: Überlisten Sie sich, indem Sie das entscheidende Datum um einige Tage vorverlegen.

Der Grübler
Motto: »Vielleicht ist das gar nicht das Richtige für mich…«
Beispiel: Sie wissen nicht, wann der optimale Zeitpunkt ist, um anzufangen, oder welches die optimale Art ist – und
vor lauter Nachdenken fangen Sie überhaupt nicht an.
Besserung: Es gibt keine Garantie dafür, dass Ihre Entscheidung – rückblickend betrachtet – die absolut richtige war. Also tun Sie es einfach.
Zusatz-Tipp: 18 kreativ-chaotische Entscheidungs-Hilfen finden Sie in meinem E-Book "Ja? Nein? Vielleicht?"

Der Überflieger
Motto: »Das mache ich mit links.«
Beispiel: Sie wissen, wie es geht, und fangen auch vieles an – aber mittendrin verlässt Sie plötzlich die Lust. Sollen
doch die anderen…
Besserung: Verbinden Sie Arbeit und Spaß, etwa mit einer Arbeits-Party – erst mit Freunden entrümpeln, dann feiern.

Der Verweigerer
Motto: »Warum ausgerechnet ich?«
Beispiel: Wenn Sie diese Arbeit erledigen, haben Sie das Gefühl, sich zu unterwerfen oder zu erniedrigen. Deshalb
machen Sie einen großen Bogen darum.
Besserung: Konzentrieren Sie sich auf den Nutzen, den Sie aus einer Tätigkeit ziehen können – unabhängig davon, wie andere profitieren.

Lesen Sie auch zu diesem Thema:
Wenn die lange Bank nicht wär
Alltag mit zwei Kindern - Bankgeheimnisse rund um die Uhr

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Organisieren
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Freitag, 13. märz 2009

Jeden Tag haben wir mehrere tausend Entscheidungen zu fällen:
was ziehe ich an?
Steak oder Fisch?
Email schreiben oder telefonieren?
Buch lesen oder Fernsehen schauen? 


Eigentlich sollten wir entsprechend gut trainiert sein, und unsere Entscheidungen im Alltag schnell und selbstbewusst treffen zu können.
Zum Download

Viel Spaß beim Schmökern - ich freue mich auf Feedback

Aber wie oft erleben Sie, dass Sie einfach nicht wissen, wie Sie sich entscheiden sollen?Gerade wenn es um wichtigere Dinge in unserem persönlichen oder beruflichen Alltag geht, fangen wir oft an zu hadern.

Aus diesem Grund habe ich ein ein E-Book (17 Seiten, 7,90 €) geschrieben mit 18 kreativ-chaotischen Ideen, wie wir schneller und besser entscheiden können.

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Bücher von Cordula
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Sonntag, 8. märz 2009

Anke Willers hat Probleme mit ihrer Bank. Die Bank ist zu lang. Das wiederum liegt an der Zeit. Denn die ist zu kurz. Über kurz oder lang muss sich da was ändern!

 

Mein Alltag und ich, wir haben ein Problem: ein Zeitproblem. Irgendwie habe ich dauernd das Gefühl, Dinge nicht zu schaffen, weil andere Dinge mir wichtiger erscheinen und ich die dann zuerst mache. Was aber zur Folge hat, dass viele Dinge auf die lange Bank kommen. Dort hocken sie dann rum und rufen mir in regelmäßigen Abständen zu: He, ich bin auch noch da, wann kümmerst du dich endlich um mich.


Auf meiner langen Bank hockt zum Beispiel ein Maniküre -Gutschein, den ich von meiner lieben Freundin Inge zum 40. Geburtstag bekam. Ich finde das bedenklich. Denn es bedeutet, dass ich mich seit Jahren nicht angemessen um meine Nägel kümmere. Außerdem ist es nicht nett von mir, wenn ich etwas nicht einlöse, für das jemand anderes Geld ausgegeben hat.


Auf meiner langen Bank hockt außerdem das Informationsblatt der Krankenkasse. Darin steht, dass ich 200 Euro von meinem Beitrag zurückkriege, wenn ich Bonuspunkte sammle.  Dazu, schreibt die Kasse,  müsse ich bloß die kleinen mitgeschickten Coupons von den Ärzten abstempeln lassen, bei denen ich oder die Kinder im letzten Jahr waren. Wie viel Zeit es kostet, die Coupons hin- und her zutragen, schreibt die Kasse nicht.


Außerdem hocken auf meiner langen Bank drei Paar abgelaufene Schuhe, die zum Schuster wollen, eine Kinderskihose mit kaputtem Reißverschluss, zwei Telefonnummern, die ich unbedingt anrufen muss, obwohl ich nicht mehr weiß, zu wem sie gehören. Ein Kühlschrank, der abgetaut werden will. Ein mausgrauer Haaransatz, der sich eine Tönung wünscht. Sowie drei Freundinnen in Kassel, Hamburg und Bielefeld, die mich so lange nicht mehr gesehen haben, dass sie mich auf dem Foto unten links wahrscheinlich gar nicht erkennen.


Nun könnte man zu dem Schluss kommen, dass ich einfach schlecht organisiert bin. Darüber habe ich auch schon nachgedacht, allerdings nur kurz. Denn es kam was Wichtiges dazwischen.


Jetzt aber, versprochen, jetzt werde ich mit die Zeit nehmen. Und das Ganze mal genauer anschauen. Wieso wird meine lange Bank immer länger? Ich komme zu folgenden Ergebnissen:

Ich habe zu wenig Zeit...

...weil Plus plus Plus manchmal minus ist

Das finden Sie unlogisch? Ich erkläre es Ihnen. Nehmen wir das erste Plus. Das erste Plus ist die Tatsache, dass ich eine Familie und zwei aufgeweckte Kinder habe. Ganz dickes Plus! Aber, ich will auch, dass es so bleibt. Und deshalb versuche ich meinen Kindern Zeit zu schenken –mindestens drei, vier Stunden am Tag. Denn soviel Zeit brauche ich schon um Schularbeiten nachzugucken; rosa Rastazöpfe in feines blondes Kinderhaar zu flechten; viermal hintereinander Uno zu spielen und mir dabei nicht anmerken zu lassen, dass ich mit Absicht verliere. Oder auch um angemessen die Bastelarbeit zu bewundern, die aussieht wie ein weißes Blatt mit bunten Schnipseln – obwohl Jette behauptet, es handele sich um einen Wassercomputer(??).


Das zweite Plus ist mein Beruf. Natürlich freue ich mich auch sehr, dass ich einen Job habe, bei dem ich interessante Dinge tun kann und außerdem Geld verdiene. Damit das so bleibt, muss ich aber auch dafür was tun. Und das bedeutet: ungefähr vier, fünf Stunden täglich beschäftige ich mich mit beruflichen Dingen.

So! Dann wäre da noch ein Ehemann,  die Lebensmittelbeschaffung, -zuberei-tung und –vertilgung, die Wäsche- und Aufräumarie,  Sozialkontakte, körperliche Ertüchtigung, unvorhergesehene Arztbesuche, weil Jette mal wieder irgendwo runtergefallen ist... und, ach ja,  schlafen muss ich auch gelegentlich. Macht summa summarum – Sie merken es schon – deutlich mehr als 24 Stunden. Das aber bedeutet: Ich muss irgendwo streichen. Und das wiederum macht meine Bank noch länger. Also: dickes Minus.

Zum Glück weiß ich, dass ich mit diesem Problem nicht alleine dastehe. Neulich las ich einen denkwürdigen Satz. Er lautete: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine Schimäre. Es gibt nichts zu vereinbaren. Es gibt bloß was zu addieren. Der Satz war von Iris Radisch, Mutter dreier Töchter und erfolgreiche Literaturkritikerin. Er hat mir sehr gefallen.


Im Prinzip könnte ich also meine Ursachenforschung hiermit beenden. Schuld an meinem Zeitmangel ist, dass ich beides will: Kinder und Beruf. Punkt.


Punkt? Naja, nicht ganz. Irgendwie erinnere ich mich daran, dass ich damals in der Elternzeit, als ich kaum in der Redaktion war, auch eine ziemlich lange Bank hatte. Außerdem habe ich auch nicht berufstätige Freundinnen, die dauernd stöhnen: Hilfe, mit den Kindern komm ich zu nichts! Das alles lässt mich vermuten, dass wir Mütter auch deshalb zu wenig Zeit haben


.....weil unsere Kinder zuviel davon haben.

Doch wirklich! Das Ganze ist einfach ungerecht verteilt. Bei mir jedenfalls ist es oft so, dass ich ganz dringend was erledingen will, aber nicht dazu komme, weil meine Kinder gerade beschlossen haben, dass noch Zeit genug ist, feine Dame mit Federboa zu spielen. Meine Mädchen haben wie wahrscheinlich 99 Prozent aller Kinder immer das beneidenswerte Gefühl, es sei noch Zeit genug. Sie leben eben jetzt und sind nicht wie ich vom Planwahn und Termindruck befallen. Doch während ich dastehe und drängle und will, dass die feinen Damen endlich ihre Federboa aus und die Regenjacken anziehen, vergeht die Zeit, die ich bräuchte um – sagen wir mal: die Schuhe zum Schuster zu bringen.


Oder morgens zwischen halb sieben und halb acht. Morgens geht es bei uns um Minuten: Ein Kind muss zur Schule, eins in den Kindergarten, beide sollen vernünftig angezogen sein, ein Schulbrot mit ohne Butter in der Tasche haben. Dazu die Einverständniserklärung für den Kindergartenausflug zur Polizei, den Regenschirm mit Ohren, die Trinkflasche. Außerdem braucht Jochen Krawattenberatung und ich eine Frisur. Das alles passt nur in eine Stunde, wenn keiner trödelt.


Leider trödelt immer einer: Heute zum Beispiel verbrachte Jette fünf Minuten vor ihrem Kleiderschrank, weil sie die Klamotten, die ich abends rausgelegt hatte, nicht genehm fand. Zu dem T-Shirt mit Pferd müsse sie dringend die Unterhose mit Pferd anziehen, behauptete sie. Und ich konnte mir überlegen, ob ich jetzt ein anderes T-Shirt suchte oder eine andere Unterhose oder zu diskutieren begann. Alles kostete Zeit.

Nun könnte man natürlich sagen: Liebe Anke Willers, wenn Sie schon so genau wissen, dass immer einer trödelt, müssen Sie eben Pufferzeiten einbauen und früher aufstehen. Sie werden es nicht glauben: Ich habe es versucht. Ich habe meinen Wecker 15 Minuten vor gestellt. Und was passierte: Am Ende wurde alles noch eiliger. Und das lag nicht nur daran, dass mein morgendlicher Biorhythmus 15 Minuten früher noch langsamer getaktet ist als sonst. Sondern auch daran, dass ich mir eingebildet hatte, heute besonders viel Zeit  zu haben und deshalb zwischen Schulbrot und Krawattenberatung noch schnell eine Maschine Weißwäsche aufhängen wollte. Beim Aufhängen musste ich feststellen, dass Prinzessin Lilifee einen rosa Socken zwischen die Wäsche gezaubert hatte und der hatte gefärbt.  Also stopfte ich alles wieder zurück in die Maschine. Dann aber konnte ich den Wäschebleicher nicht finden. Und die Kinder haben trotzdem getrödelt.


Doch verschwenden wir keine Zeit mehr an diesen unerfreulichen Morgen. Und kommen wir zum dritten Punkt meiner Ursachenforschung. Er lautet: Ich habe zu wenig Zeit...,


......weil ich zu selten auf  Vilfredo Pareto höre....

Vilfredo Pareto war italienischer Sozialökonom und er fand raus, dass 80 Prozent des italienischen Volksvermögens von 20 Prozent der Bevölkerung besessen werden. Was nun das italienische Volksvermögen mit unserem unabgetauten Kühlschrank zu tun hat, hat mir Cordula Nussbaum erklärt.

Cordula Nussbaum habe ich im Geburtsvorbereitungskurs kennen gelernt als ich mit Clara schwanger war. Inzwischen gibt sie Seminare für Zeitmanagement und meint, dass Pareto und seine 20/ 80 Regel  auch im Alltag mit zwei Kindern sehr gut funktioniert: „Angenommen, du räumst die Kinderzimmer auf, dann verwendest du 20 Prozent der Aufräumzeit, um es einigermaßen ordentlich zu kriegen. Die restlichen 80 Prozent hältst du dich mit Spielzeugkisten-Sortieren auf, was man hinterher so gut wie nicht sieht, was aber viel Zeit kostet.“


Cordula hat Recht: Spielzeugkisten sortieren ist völlig hoffnungslos. Nicht nur, weil sich in ihnen Dinge befinden, die man noch nie gesehen hat. Sondern auch weil die Kisten 24 Stunden später wieder genauso unordentlich sind wie vorher. Außerdem machen mich meine Kinder jedes Mal zur Schnecke, wenn ich an ihre Sachen gehe. Auch das kostet Zeit: Denn wir müssen uns erst zanken und dann wieder vertragen.

„Du meinst also, ich soll die Kisten so lassen wie sie sind und lieber den Kühlschrank abtauen?“, fragte ich Cordula. „Zum Beispiel“, sagte die, „du könntest aber auch mit Jochen ins Kino gehen.“

Um es kurz zu machen, ich habe weder das eine noch das andere getan: Ich hatte nämlich keine Zeit. Denn ich musste dringend diesen Artikel schreiben. Und das hat länger gedauert als ich dachte. Nachdem ich  20 Prozent der fürs Artikelschreiben veranschlagten Zeit aufgewandt hatte, musste ich nämlich feststellen, dass der Artikel überhaupt noch nicht 80prozentig war, sondern höchstens 50prozentig. Also habe ich noch eine ganze Weile an dem Text rumgefeilt.


Nun stelle ich fest, dass diese Arbeitsweise eindeutig nicht dem Pareto-Prinzip entspricht. Mein Kühlschrank sitzt immer noch auf der langen Bank. Und mein Mann ist allein ins Kino gegangen. Ich sage deshalb: Sorry Vilfredo. Sorry Eisfach. Sorry Jochen. Ich sage aber auch: Danke! Und zwar  an Sie. Denn immerhin haben sie sich die Zeit genommen diesen Artikel zu lesen. Und das, obwohl Sie sicherlich auch einen Kühlschrank haben.

 
Auszug aus dem Buch "Ich bin eine Suchmaschine" von Anke Willers.  

 

 

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Miteinander
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Sonntag, 8. märz 2009
Viele Menschen glauben, Aufschieberitis - auf neudeutsch: Prokrastination - hätte etwas mit chronischer Unlust zu tun. Glauben Sie es nicht! Unter diesen Umständen hätte die Aufschieberitis in diesem Blog keinen Platz gefunden.

Denn wenn kreative Chaoten etwas nicht kennen, dann ist es Unlust.

Selbst bei den kleinsten Kleinigkeiten legen sie eine Leidenschaft an den Tag – und sei es, sich leidenschaftlich gegen das Ausfüllen der Steuererklärung zu wehren.


Die Frage ist aber, aus welchen Gründen schieben wie so häufig auf? Aus welchen Gründen werden die Dinge auf unserer "langen Bank" immer mehr?

Handelt es sich bei Ihnen um größere Veränderungen (Scheidung, berufliche Veränderung, eine lange Reise, eine wichtige Operation)? Dann kann Ihnen die Traumreise aus Kapitel 2 (siehe Buch "Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?" Seite 71) helfen, mehr Klarheit und damit mehr Zugkraft zu gewinnen.

Siehe dazu auch meinen Artikel über die Ziele und die PIDEWaWa-Methode

Falls es sich bei Ihnen wie bei den meisten Menschen lediglich um die bequeme lange Bank handelt, auf der sich die Alltagsaufgaben ein Stelldichein geben (Schuhe neu besohlen lassen, Kleid in die Reinigung bringen, Geburtstagskarten schreiben, den Kühlschrank abtauen), dann holen Sie sich ein paar Anregungen, wie Sie bei Ihrer langen Bank die Säge ansetzen.

Dinge immer wieder aufzuschieben kostet eine Menge Energie und es nervt uns selbst. Wir fühlen uns schlecht und unfähig, wenn wir Aufgaben, die wir eigentlich machen wollen, sollen oder müssen nicht anpacken. Selbst wenn wir immer die tollsten Argumente haben, warum wir gerade jetzt nicht anfangen: »Ich warte, bis ich in der richtigen Stimmung bin.« »Morgen ist auch noch ein Tag.« »Ich habe hier einfach nicht die geeigneten Arbeitsbedingungen.« »Meine Rückenschmerzen werden schon wieder von alleine weggehen.« »Alle anderen
sind jetzt am See, und da soll ich im Büro arbeiten?« Aufschieben kostet zudem Unmengen an Energie, weil wir immer wieder unser Gehirn mit unerledigten Aufgaben beschäftigen und blockieren.

Die Psychologin Bluma Zeigarnik hat erforscht, dass wir uns wesentlich besser an unerledigte Handlungen erinnern als an erledigte. Das heißt nicht, dass wir permanent aktiv daran denken, aber immer wieder setzen wir uns in Gedanken damit auseinander und investieren Energie, die uns dann bei anderen Aufgaben fehlt.

Stellen Sie sich vor, unser Gehirn ist ein großes Schubladensystem.
In jeder Schublade steckt eine Aufgabe. Ist die Aufgabe unerledigt, bleibt diese Schublade offen und wir stoßen uns ständig daran. Je mehr Schubladen offen sind, desto schwieriger wird es, voranzukommen.






Schließen Sie Ihre Aufgabenschubladen in zwei Schritten:


Schritt 1:Aufgaben aufschreiben und prüfen
Schritt 2:Terminieren oder Tun

Schritt 1: Aufgaben aufschreiben und prüfen
Schreiben Sie alle größeren Aufgaben, die Sie »eigentlich« machen wollen, auf einem Blatt Papier auf. Prüfen Sie, ob Sie diese Aufgabe wirklich machen wollen, jetzt machen wollen oder später oder ob es Ihnen im Grunde Ihres Herzens völlig einerlei ist (zum Beispiel die Bonushefte für die Krankenkasse ausfüllen lassen, um ein paar Euro
zu sparen).

Mit dieser Rastertechnik können Sie sich von vielen Aufschieberitis-Aufgaben gleich verabschieden:

Was Ihnen völlig einerlei ist, das brauchen Sie gar nicht zu tun.

Schritt 2: Terminieren oder Tun

Sie wollen diese Aufgabe wirklich erledigen? Dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

Möglichkeit 1
Ihre Antwort ist aus vollem Herzen Ja? Legen Sie einen Termin fest, bis wann die Aufgabe erledigt sein soll. Stören Sie sich nicht daran, dass Sie sich bislang dafür keine Zeit genommen haben – das tun Sie ja jetzt im Moment! Und wenn Sie es nicht bis zum geplanten Zeitpunkt geschafft haben, dann verschieben Sie lieber statt aufzuschieben. Aufschieben nervt, wohingegen Verschieben organisiert ist – und ein gutes Gefühl hinterlässt.

Möglichkeit 2
Ihre Antwort ist »Nein, das will ich eigentlich nicht machen, aber …« Bei dieser Antwort sind drei Varianten denkbar.

Variante 2a:  Sie wollen die Aufgabe eigentlich nicht erledigen? Was können Sie dann tun? Streichen? Delegieren? Teile davon erledigen, um den Frieden zu wahren? Definieren Sie einen Grad der Erledigung, mit dem Sie leben können, oder verabschieden Sie diese Aufgaben.

Besonders wenn es sich um (ehemalige) Lebensziele handelt, die Ihnen nicht mehr wichtig sind, verabschieden Sie sich von ihnen! Suchen Sie echte Begründungen, warum sie diese Aufgabe erledigen oder eine Situation verändern wollen. Sobald Sie den ehrlichen, den wirklich wahren Grund nennen können, haben Sie auch die Motivation, es anzupacken.

Und wenn Sie keinen ehrlichen und guten Grund finden?
Dann haben Sie die Motivation, sich von dieser Aufgabe zu verabschieden.
So leicht ist das!

Variante 2b: Vielleicht lautet Ihre Antwort »Ich will eigentlich nicht, aber ich muss«? Überprüfen Sie zunächst, ob Sie wirklich müssen. Wer sagt das? Was ist die Konsequenz, wenn Sie es nicht tun? Wie schlimm ist diese Konsequenz tatsächlich? Wägen Sie auch hier Vorteil und Aufwand ab – und entscheiden Sie bewusst.

Beliebte Themen für die »Ich-muss-Aufschieberitis« sind Dinge, die uns lange Zeit nicht wehtun – und deshalb C-Aufgaben sind (weder besonders wichtig noch dringend), bis sie plötzlich doch dringend anstehen:

der Friseurtermin – bis ein wichtiger Geschäftstermin ansteht oder ein Treffen mit der großen Liebe.
Der Großputz in der Wohnung – bis ER oder SIE zum ersten Mal mit nachhause kommt.
Die jährliche Inspektion des Autos – bis die Garantie des Herstellers fast schon abgelaufen ist (gut, dass ich das jetzt geschrieben habe, das hat mich an etwas erinnert …).
Den Anruf beim Dachdecker – bis das Wasser in den Speicher läuft.

Ich finde, bei vielen dieser »Ich-muss-Tätigkeiten« spielt es wirklich keine Rolle ob ich sie gleich erledige oder immer wieder »vergesse«. Ärgerlich wird es ja nur dann, wenn dadurch größere Katastrophen ausgelöst werden. Aber die haben manchmal auch ihr Gutes. Denn wann sonst bekommen Sie zum Beispiel einen Dachdecker innerhalb eines Tages ins Haus – außer es regnet rein? Wann sonst bekommen Sie sofort einen Zahnarzttermin, außer als Notfall.

Und weil kreative Chaoten sich ja meist nicht lange in die Zukunft hinein festlegen wollen, brauchen wir manchmal eben »Notfälle«, um spontan Dinge erledigen zu können.
Ein logischer Ordner wird diese Sicht der Dinge nicht verstehen.
Denn man plant eben diese Dinge konsequent und erledigt sie. Ja, ein Linkshirner schon. Haben Sie ein Exemplar für diese Aufgaben zur Seite – dann delegieren Sie diese Pflichttermine am besten an den logischen
Ordner!

Variante 2c: Ihre Antwort ist »Ich will schon, aber …«?
In diesem Fall lohnt es sich, Ihren Hemmnissen auf die Spur zu kommen. Überlegen Sie (zum
Beispiel in Form einer Mind Maps): »Was hindert mich daran, es anzupacken? «

Sobald Sie Ihren Bremsklotz erkennen, haben Sie die Chance, ihn zu lösen und wieder in den Arbeitsfluss zu kommen.
Einen Eindruck von Ihren "Bremsern" erhalten Sie im Selbst-Check "Innere Widersacher" auf meiner Website.

Vorsicht, wenn da »keine Zeit« steht. Keine Zeit heißt, dass es Ihnen bislang nicht wirklich wichtig war. Ist das nur heute so, dann legen Sie einen Termin dafür fest.

Ist Ihnen nach wie vor nicht wichtig – dann tschüss.

Für die anderen Fälle beobachten Sie sich:
Welche Tätigkeiten packen Sie nicht oder nur ungern an?
Welche Entscheidungen fällen Sie ungern?
Wann oder wo hapert es an der Durchführung?

Je besser Sie sich und Ihren inneren Schweinehund durchschauen, desto besser können Sie Ihre lange Bank kürzen. Nehmen Sie sich jeden Tag 30 Minuten Zeit für Kleinigkeiten, die Sie irgendwann einmal machen wollten. Notieren Sie Ihre Einfälle auf einem bunten Zettel oder in Ihrem Chancen-Planer und blocken Sie jeden Tag einen Zeitraum dafür.

Manche Menschen tun dies in Form einer goldenen Nuss (vgl. auch Seite 102 im Buch) und starten so mit einem guten Gefühl in den Tag.

Setzten Sie sich jeden Tag und jede Woche Spaßtermine, die Sie morgens gut gelaunt aus dem Bett treiben. Sich von positiven Aussichten beflügeln zu lassen, ist der beste Ausbremser der Aufschieberitis.
Das kennen Sie sicherlich von den Tagen, bevor Sie in Urlaub gehen und merken, was Sie da alles vom Tisch ackern. Wenn Sie etwas Schönes vorhaben, dann hadern Sie nicht lange, ob, wie oder wann Sie etwas erledigen wollen. Sie tun es einfach.

Meine Freundin Anke hat in ihrem Buch "Ich bin eine Suchmaschine" ein tolles Kapitel über die lange Bank geschrieben. Hier finden Sie einen Auszug aus diesem Buch.


Lesen Sie auch auf dem Karrierebibel-BLOG: 45 Wege gegen Prokrastination
von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Organisieren
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Sonntag, 8. märz 2009
Hier ein Text von Charlie Chaplin, den er an seinem 70. Geburtstag geschrieben oder vortragen hat.
Für mich ist das die Essenz aus vielen, vielen Ratgeber-Büchern, und viele wahren Punkte, die uns helfen können, ein bewusstes und sinnvolles Leben zu führen, wenn wir sie uns immer wieder vor Augen halten.

Viel Spaß beim Lesen





Als ich mich selbst zulieben begann….. 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
Und das alles, was geschieht richtig ist - von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich : das nennt man „VERTRAUEN“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
 konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Wahrnehmungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich : dass nennt man „AUTHENTISCH SEIN“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man: „REIFE“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weiße und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man : „EHRLICHKEIT“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Dingen, Situationen und Menschen
und von allem was mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst brachte.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“
Aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört immer Recht haben zu wollen
so habe ich mich weniger geirrt
Heute habe ich erkannt, dass nennt man: “DEMUT“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“
 
Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“
 
Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: „DAS IST DAS LEBEN“
 
( Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959 )
von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Sinnieren - Geschichten und Zitate
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Freitag, 23. januar 2009
Auf einem Kongress hat gestern in Zürich mein Trainer-Kollege Paul Johannes Baumgartner einen Video-Ausschnitt gezeigt, zum Thema "Kommunikation" , den ich Euch nicht vorenthalten will.....

Viel Spaß!

Cordula


Quelle: youtube.com
von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Abschalten
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Freitag, 23. januar 2009

Diese Woche habe ich in einer Dokumentation auf Phoenix über den Amtsantritt von Barack Obama einen Ausschnitt aus einer Rede seiner Frau gesehen, in der sie - sinngemäß - einen sehr treffenden Satz gesagt hat.

"Das Erreichen von Zielen wird nur von zwei Dingen beschränkt: der Fähigkeit grosse Dinge träumen zu können und dem Willen, hart dafür zu arbeiten."
Michelle Obama

von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Sinnieren - Geschichten und Zitate
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Dienstag, 20. januar 2009
Peter Flume: Mitreißend präsentieren mit PowerPoint - Informieren, faszinieren, überzeugen mit PowerStories


Die Gefahr bei einer PowerPoint Präsentation ist die, dass zuviel Inhalt mit wenigen Worten gezeigt wird. Die Gefahr für den Referenten ist, dass falls der Computer oder der Beamer nicht funktionieren, die ganze Präsentation ins Wasser fällt, weil der Referent sich nur an den Folien entlanghangelt. Mit dem gut geschriebenen und aufmunternden Ratgeberbuch von Peter Flume kein Problem mehr! Auch mit dem scherzhaft gemeinten Tipp: "Lest mehr Bild und lernt von den Titelnmachern" ist bei ihm ein ernsthafter Hintergrund verbunden. Wer seine Präsentation zur Story macht, hat sie auch parat, wenn alle Stricke reißen!



Auf der Lesenswert-Skala von 0 (nicht lesen) bis 10 (unbedingt lesen):   8

  • Gebundene Ausgabe: 155 Seiten
  • Verlag: Publicis Mcd; Auflage: 2. Auflage. (15. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895783218
  • ISBN-13: 978-3895783210
von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Lesen - Buchtipps
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Dienstag, 20. januar 2009
Zufrieden im Job - Selbstbestimmt und erfolgreich den Arbeitsalltag gestalten

Der CampusHörbuch Verlag präsentiert auf dieser Hör-CD die Kenner der Job-Szene und den Dalai Lama, die Wissenswertes zum Thema Zufriedenheit im Job erzählen können. Diese Auswahl zeigt dem Hörer auch in welcher Richtung er die Erkenntnisse vertiefen möchte: von Reinhard K. Sprenger werden zum Beispiel Erklärungen aus seinem Hörbuch "Mythos Motivation- Wege aus einer Sackgasse" gesprochen, und von Jens Weidner hört man aus seinem (von uns bereits vorgestellten) Buch "Die Peperoni-Strategie. So setzen Sie Ihre natürliche Aggression konstruktiv ein". Insgesamt eine weit umspannende Auswahl an Texten, bei der für jeden Hörer das Richtige dabei sein wird.

Auf der Lesenswert-Skala von 0 (nicht lesen) bis 10 (unbedingt lesen):   7

  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (15. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593387166
  • ISBN-13: 978-3593387161
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Dienstag, 20. januar 2009
Kathrin Passig + Sascha Lobo: Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin


Geben Sie die Selbstdisziplin auf und greifen Sie zum Ein-Schritt-Verfahren von den Autoren Passig und Lobo. Ihr Rat: Ändern Sie Ihre eigene Haltung zu Menschen und Dingen, statt den ungangbaren Weg der Selbstdisziplinierung in immer komplexeren Zusammenhängen zu gehen. Limitieren Sie Ihre Arbeitszeit und Sie schaffen genauso viel. Die Autoren berichten aus ihrem eigenen Leben - und stilisieren den eigenen Namen zum Aushängeschild: Lobo wird zu Lifestyle Of Bad Organisation - und das obwohl Sascha Lobo Autor mehrerer Bücher und Websites ist. Fundiert und kurzweilig geschrieben mit vielen Zitaten von Menschen, die dazu auch etwas zu sagen haben. Ihr Schlüsselwort heißt Prokrastrination - verschiebe auf morgen!


Auf der Lesenswert-Skala von  0 (nicht lesen) bis 10 (unbedingt lesen):   8

 

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin Verlag GmbH; Auflage: 2., Aufl. (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871346195
  • ISBN-13: 978-3871346194
von Cordula Nussbaum - veröffentlicht in: Lesen - Buchtipps
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Über die Autorin

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Cordula Nussbaum ist Deutschlands erste Expertin für kreativ-chaotisches Zeit- und Selbstmanagement.
Die Münchnerin hat bereits mehre Erfolgs-Ratgeber veröffentlicht und ist selbst bekennende kreative Chaotin. Mehr


Seminar-Termine:
 
aktuell auf www.Kreative-Chaoten.com
"Zeit- und Prioritätenmanagement für kreative Chaoten (und Systematiker)"


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Jochen Mai, www.karriebibel.de: "Eine smarte Idee und amüsante Lektüre."
>> Ganze Rezension lesen plus Interview von Jochen Mai und Cordula.

Heide Liebmann, www.heide-liebmann.de/blog: "Endlich jemand, der wirklich begreift, warum ich mit den gängigen Zeitmanagement-Systemen nicht zurecht komme!"
>> Ganze Rezension lesen



Die Websites von Cordula
www.Erfolg-Reich-Frei.de
Küssen Sie Ihre Talente wach - Seminare, Coaching & Vorträge mit Cordula Nussbaum.
Mit:kostenlosen Selbst-Checks (Innere Widersacher, Auszeit-Typ u.v.m.), Downloads

www.Kreative-Chaoten.com
Die Website zum Buch.
Mit Selbst-Check "Chaot oder Systematiker?" Downloads u.v.m.

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