Wann haben Sie das letzes Mal bewusst geschmeckt, wie Ihr Frühstücksbrot schmeckt?
Wann haben Sie das letzte Mal bewusst den Milch-Schaum Ihres Cappuchinos auf der Zunge zerdrückt?
Wann haben Sie das letzte Mal bewusst das Aroma einer Blume eingesogen?
Wann haben Sie das lezte Mal bewusst die Wärme der Sonne auf der Haut gespürt?
Es sind diese kleinen Momente der Achtsamkeit, die für mich das Leben "echt" machen. Momente, in denen ich das Gefühl habe mitten im Leben zu stehen und dessen Fülle zu genießen.
Schon in meinem ersten Buch ("Familien-Alltag sicher im Griff") habe ich 2004 davon geschrieben, wie wir durch bewusstes Erleben Stress abbauen und positive Lebenseindrücke stärker fühlen
können.
Meine Leser erhielten den Tipp zu entschleunigen, indem sie bewusst Gegenstände einige Sekunden lang fixieren, oder z.B. wenn sie unterwegs sind, bewusst 4 Sekunden lang die Bäume, die Blumen
oder andere markante Punkte betrachten können. Die verlängerte Seh-Zeit sorgt automatisch dafür, dass wir "runterkommen" und den Alltag als weniger hektisch empfinden.
Heute schreibt der FOCUS in seiner aktuellen Titelgeschichte vom bewussten TUN und damit dem bewussten SEIN. Haben Sie schon mal vom MBSR-Training gehört? Es bedeutet: "Mindfulness Based Stress
Reduction" einem von dem US-Mediziner Jon Kabat-Zinn (Uni Massuchussets) entwickelten Ansatz, das unter anderem Formen der Meditation, Körperwahrnehmung und des Yoga verbindet.
Und es bedeutet schlichtweg: lebe im Augenblick. Wie oft vergessen wir das.
Und wie gut fühlt es sich an, seine Gedanken einfach mal genau auf das zu richten, was wir im Moment tun.
Machen Sie Schluss mit Multitasking.
Leben Sie in dieser Sekunde das, was Sie gerade tun.
Die Tipps der Experten aus dem FOCUS-Artikel (Heft 20/2008, S. 80):
1. Essen Sie eine Rosine. Widmen Sie dieser Ihre ganze Aufmerksamkeit, betrachten Sie ihre Schale, Form, Konsistenz. Kauen Sie beim Essen 50-mal.
2. Statt das Geschirr unbewusst und schnell zu spülen, nehmen Sie sich Zeit für jedes Stück. Entdecken Sie die Macken sowie die Schönheiten jedes einzelnen Stücks.
3. Ein Bad ist perfekt nach einem anstrengenden Tag. Lassen Sie sich 45 Minuten Zeit, beobachten Sie Wasser, Schaum, Ihren Körper. Spüren Sie bewusst das Handtuch und die frische
Kleidung.
Heiserkeit nach einem Vortrag? Müde nach einen
langem Tag, an dem Sie viel geredet haben? Mit einem Stimmtraining von Eva Loschky kann dies vorbei sein. Die Logopädin und Stimmtrainerin hat eine eigene Methode entwickelt, mit der man quasi
die kraftvolle Stimme aus seiner Mitte holt und damit nicht nur Töne herausbringt, sondern stimmige Botschaften. Das Buch stellt die Methode vor und führt den Leser Schritt für Schritt durch die
Übungen.
Die Kernbotschaft des Buches ist eine
Liebeserklärung an sich selbst: "Sei du selbst und hab Spaß dabei". Und doch fällt es uns oft so schwer danach zu leben und zu handeln. Mit ihren 10 Freiheiten macht Sabine Asgodom Frauen Mut
(ich weiß, viele Männer bräuchten solch eine Aufmunterung auch manchmal, aber dies ist ein Frauen -Buch), sich über Diät- und Jugendwahn zu erheben, Mut, frech zu sein und Mut, auf die Meiung
"der anderen" zu pfeifen. Erfrischend offen berichtet sie von eigenen Erfahrungen und es scheint, dass schon während der Lektüre der Funken für mehr "Pippi-Langstrumpf-Verhalten" zündet.
Die Email-Flut ist für viele
Berufstätige ein echter Zeit-Killer. Einen Damm dagegen bauen derzeit einige US-Unternehmen (z.B. Intel) und verordnen ihren Mitarbeitern einen Tag ohne Emails. Am
„Zero-E-Mail-Friday“ dürfen die Mitarbeiter zwar noch mit Kunden und Partner mailen, intern soll jedoch der gesamte Freitag weitgehend Email-frei sein. Lieber sollen die Leute, deren
Schreibtische oft eh nur ein Zimmer voneinander entfernt sind, aufstehen und persönlich miteinander sprechen, oder telefonieren. Nebenziel: persönliche Beziehungen aufzubauen.
Warum haben wir so oft das Gefühl durchs Leben zu
hetzen und uns vom Dringenden jagen zu lassen, anstatt uns dem wirklich Wichtigen zu widmen? In den meisten Fällen ist der Grund schlichtweg, weil wir uns keine Zeit nehmen, überhaupt darüber
nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist und was wir z.B. im Jahr 2008 erreichen wollen. 




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