Mittwoch, 16. juli 2008

Brrrmmm! Schon wieder fährt ein Zug mit viel Geratter an uns vorbei. Und statt aufzuspringen, hadern wir mit uns selbst, grübeln - oder versinken in energieraubende Gedanken. Der Mut fehlt, Dinge einfach mal auszuprobieren - weil die Angst vor dem eigenen Versagen zu groß ist. Dabei ist der Wunsch nach Neuem nicht erst gestern entstanden. Schon längere Zeit hängen wir der Vorstellung nach, aus alten Mustern auszubrechen - um herauszufinden, ob es noch andere Wege gibt. Doch, schwups! Kurz bevor es an die Umsetzung geht, sind die zermürbenden Gedanken wieder da. Was passiert, wenn ....?

Schluss mit dem Gedankenmüll, der einem nur von großen Chancen im Leben abhält. Und her mit mehr Selbstbewusstsein und Leichtsinn! Wir helfen Ihnen mit ein paar Anregungen, die Barrieren im Kopf zu überwinden:

  • Probieren Sie Dinge ad hoc aus. Überlegen Sie erst gar nicht lange, bevor Sie etwas in Angriff nehmen. Fragen Sie sich an der Stelle nicht nach Sinn oder Unsinn. Die Erfahrungen, die Sie in solchen Momenten machen, stärken Ihr Selbstbewusstsein - weil Sie sich getraut haben, und weil Sie feststellen, dass "auf die Nase fallen" gar nicht wehtut.
  • Setzen Sie sich eine Deadline, bis wann was passieren soll. Sie wollten schon immer ein Kinderbuch schreiben, stattdessen recherchieren und texten Sie weiterhin für ein wirtschaftliches Fachmagazin. Weil Sie ja noch keine Erfahrungen im Buchbereich gesammelt haben, und bla, bla, bla ... Notieren Sie sich, welche Verlage für Ihr Projekt in Frage kommen - und nehmen Sie daraufhin den Hörer in die Hand.
    Tappen Sie nicht in die Perfektionistenfalle. Damit machen Sie sich nur das Leben schwer. Wenn eine Idee in ihrem Kopf herumschwirrt, dann muss daraus nicht sofort der "1 A-Plan" werden, der alles umfasst. Teilen Sie Ihren Masterplan in kleine Bausteine auf, wenn Sie das gesamte Projekt zunächst überfordert.
  • Erlauben Sie sich von jetzt an, Fehler zu machen. Erteilen Sie sich am besten sofort eine schriftliche Genehmigung, die Sie sich an einen wichtigen Platz in Ihrer Wohnung hängen.
    Reflektieren Sie das Verhalten anderer Ihnen Gegenüber. Was erwartet Ihr Umfeld eigentlich von Ihnen? Manchmal stecken wir die Anforderungen an uns selbst viel zu hoch - und sind dann im Umgang mit unseren Mitmenschen gehemmt, weil wir unseren Eigenanspruch als Maßstab nehmen. Mit Sicherheit können Sie nach einem "Erwartungs-Check" die Ansprüche herunterschrauben. Das schafft neuen Mut!
    Auf geht es zu neuen Ufern! Wir wünschen Ihnen das Beste!

 

 

 

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Leben
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Mittwoch, 4. juni 2008

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr? Von wegen! Nutzen Sie den Mai, der sich gerade von seiner königlichen Seite zeigt - und steigen Sie in Ihre Laufschuhe oder aufs Rad. Ihre Gehirnzellen danken es Ihnen: besonders Ausdauersport leistet einen wichtigen Beitrag, um die kleinen grauen Zellen auf Trab zu halten und sich mehr merken zu können, stellten Wissenschaftler in einer aktuellen Studie fest.

Wenn Sie sich dann noch mit Freunden zum gemeinsamen Sporteln verabreden, haben Sie die Pflegestrategie für Ihre Denkkiste richtig verstanden. Denn soziale Kontakte sind ein weiterer "Anti-Aging-Faktor", dem Wissenschaftler eine immens hohe Bedeutung beimessen. Unser Hirn braucht also sozialen Austausch, frische Luft, Neugierde und Bewegung, um über viele Jahre Spitzenleistungen zu bringen.

Und welcher Monat bietet sich besser als der Wonnemonat "Mai", um ein entsprechendes Pflegeprogramm in Angriff zu nehmen? Wir geben Ihnen einen kleinen Leitfaden:

1. Verlassen Sie ausgetretene Pfade. Seien Sie offen für neue Impulse und ruhen Sie sich nicht allzu lange auf Ihrem Erfahrungsschatz aus. Ihr Geist braucht regelmäßigen Input, um den Turbo anzuschmeißen.
2. Spaziergehen ist Ihr Hobby - super! Legen Sie sich noch weitere Freizeitaktivitäten zu, vielleicht auch im ehrenamtlichen Bereich. Je vielfältiger die Interessen, desto stärker die Verbindungen zwischen den Neuronen im Hirn.
3. Lassen Sie sich auf andere Menschen ein. Selbst, wenn Sie im Moment ziemlich verstrickt und mit sich selbst beschäftigt sind. Die Gestik und Mimik anderer schult unsere Wahrnehmung.
4. Für alle kreative Chaoten kommt jetzt die gute Nachricht: Denken Sie bildhaft, seien Sie phantasievoll und lassen Sie Emotionen zu. Das sind Eigenschaften, die das Naturell von Querdenkern ausmachen - wobei sich auch systematisch veranlagte Menschen auf mehr Spontaneität und Gefühl einlassen sollten. Denn unser Hirn liebt nachweislich alles, was mit Emotionen zu tun hat. Oder ist das leckere Abendessen von gestern, was ja so köööstlich geschmeckt hat, bereits aus Ihrem Gedächtnis verschwunden?

Wir wünschen Ihnen einen regen Geist!

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Leben
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Mittwoch, 4. juni 2008

"Nach Hemdenbügeln und Kaffeekochen haben wir auch das Obstessen outgesourct: "Smoothie" heißen die hippen Getränke für Gestresste. Erstaunlich: Zerquetschtes Obst lässt sich tatsächlich teurer verkaufen als intakte Früchte." Das schreibt Journalistin Karin Prummer in der FTD/link.

Schon der Titel begeistert mich mit seiner kreativen QuerdenkerManier - und beim Inhalt kann ich nur ständig nicken. Ist es denn nicht wirklich komplett bescheuert, für ein Mini-Portiönchen Obst und Gemüse aus dem Kühlregal bis zu 3 Euro hin zulegen. Klar, die Macher nutzen aus, dass wir alle ständig im Stress sind. Aber: keine Zeit mehr zu haben, um einen Apfel zu essen???????

Also für mich ist das ein Beispiel von Effizienz an falscher Stelle. Mich nervt der Trend zu schneller, schneller, schneller und mit einem Happ noch ein paar Vitamine reinpfeifen. Zwar stimme ich der Rechnung der FTD zu, man könne sich genau so schnell das Obst pürieren in der Zeit, die man sonst an der Supermarktkasse ansteht - aber sie vergessen die Zeit, den Mixstab zu putzen. Ich glaube wirklich Smoothie geht schneller, aber ich bin auch überzeugt, echtes Obst und Gemüse ist doch eine ganze Stange gesünder. Und billiger sowieso!

 

 

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Leben
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Samstag, 10. mai 2008

Wann haben Sie das letzes Mal bewusst geschmeckt, wie Ihr Frühstücksbrot schmeckt?
Wann haben Sie das letzte Mal bewusst den Milch-Schaum Ihres Cappuchinos auf der Zunge zerdrückt?
Wann haben Sie das letzte Mal bewusst das Aroma einer Blume eingesogen?
Wann haben Sie das lezte Mal bewusst die Wärme der Sonne auf der Haut gespürt?

Es sind diese kleinen Momente der Achtsamkeit, die für mich das Leben "echt" machen. Momente, in denen ich das Gefühl habe mitten im Leben zu stehen und dessen Fülle zu genießen.

Schon in meinem ersten Buch ("Familien-Alltag sicher im Griff") habe ich 2004 davon geschrieben, wie wir durch bewusstes Erleben Stress abbauen und positive Lebenseindrücke stärker fühlen können.

Meine Leser erhielten den Tipp zu entschleunigen, indem sie bewusst Gegenstände einige Sekunden lang fixieren, oder z.B. wenn sie unterwegs sind, bewusst 4 Sekunden lang die Bäume, die Blumen oder andere markante Punkte betrachten können. Die verlängerte Seh-Zeit sorgt automatisch dafür, dass wir "runterkommen" und den Alltag als weniger hektisch empfinden.

Heute schreibt der FOCUS in seiner aktuellen Titelgeschichte vom bewussten TUN und damit dem bewussten SEIN. Haben Sie schon mal vom MBSR-Training gehört? Es bedeutet: "Mindfulness Based Stress Reduction" einem von dem US-Mediziner Jon Kabat-Zinn (Uni Massuchussets) entwickelten Ansatz, das unter anderem Formen der Meditation, Körperwahrnehmung und des Yoga verbindet.

Und es bedeutet schlichtweg: lebe im Augenblick. Wie oft vergessen wir das.
Und wie gut fühlt es sich an, seine Gedanken einfach mal genau auf das zu richten, was wir im Moment tun.

Machen Sie Schluss mit Multitasking.
Leben Sie in dieser Sekunde das, was Sie gerade tun.

Die Tipps der Experten aus dem FOCUS-Artikel (Heft 20/2008, S. 80):

1. Essen Sie eine Rosine. Widmen Sie dieser Ihre ganze Aufmerksamkeit, betrachten Sie ihre Schale, Form, Konsistenz. Kauen Sie beim Essen 50-mal.
2. Statt das Geschirr unbewusst und schnell zu spülen, nehmen Sie sich Zeit für jedes Stück. Entdecken Sie die Macken sowie die Schönheiten jedes einzelnen Stücks.
3. Ein Bad ist perfekt nach einem anstrengenden Tag. Lassen Sie sich 45 Minuten Zeit, beobachten Sie Wasser, Schaum, Ihren Körper. Spüren Sie bewusst das Handtuch und die frische Kleidung.

 

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Leben
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Mittwoch, 7. mai 2008

Die Email-Flut ist für viele Berufstätige ein echter Zeit-Killer. Einen Damm dagegen bauen derzeit einige US-Unternehmen (z.B. Intel) und verordnen ihren Mitarbeitern einen Tag ohne Emails.  Am „Zero-E-Mail-Friday“ dürfen die Mitarbeiter zwar noch mit Kunden und Partner mailen, intern soll jedoch der gesamte Freitag weitgehend Email-frei sein. Lieber sollen die Leute, deren Schreibtische oft eh nur ein Zimmer voneinander entfernt sind, aufstehen und persönlich miteinander sprechen, oder telefonieren. Nebenziel: persönliche Beziehungen aufzubauen.

Gönnen auch Sie sich einen Zero-E-Mail-Friday: reden Sie statt zu tippen. Regen Sie dies in Ihrem Team an, oder probieren Sie es, wenn Sie alleine arbeiten, einfach mal aus. Und genießen Sie diese neu entdeckte Ruhe.

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Leben
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Mittwoch, 7. mai 2008

Warum haben wir so oft das Gefühl durchs Leben zu hetzen und uns vom Dringenden jagen zu lassen, anstatt uns dem wirklich Wichtigen zu widmen? In den meisten Fällen ist der Grund schlichtweg, weil wir uns keine Zeit nehmen, überhaupt darüber nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist und was wir z.B. im Jahr 2008 erreichen wollen. 

Mit sogenannten "Dream-Days" sorgen Sie für Klarheit. Immer mehr Trainer und Seminar-Anbieter entführen dazu visions-willige Menschen nach Mallora, in ein Kloster oder auf einen Berg. Unter Anleitung entdecken die Teilnehmer dann ihre Wünsche, ihre Visionen, planen ihre Ziele und leiten konkrete Maßnahmen daraus ab. In der Gruppe macht das viel Spaß und garantiert, dass man diese Stunden nicht einfach über den Haufen wirft, weil (natürlich) mal wieder was anderes, super-dringendes, ansteht.

Aber auch wenn Sie nicht an organisierten Dream-Days teilnehmen wollen - den Effekt erreichen Sie auch in Auszeiten ohne fremde Anleitung. Das einzige, was Sie dazu brauchen ist ein kleiner Leitfaden (siehe unten), und einen halben oder ganzen Tag für sich. Klar sind mehrere Tage ein noch größerer Geschenk an Sie, aber auch schon ein kurzes Ausklinken aus dem Alltag hilft Ihnen sich zu sortieren. Vergessen Sie also die Ausrede, Sie hätten keine Zeit dazu!

Tragen Sie den gewüschten Dream-Day als festen Termin in Ihren Kalender ein und fahren Sie dann an einen schönen Ort. Zum Beispiel auf einen Berg mit Weitsicht, an einen See, an einen Fluss, in den Wald oder - keine Angst vor schlechtem Wetter - in eine Thermen-Anlage auf einen Liegestuhl unter Palmen. Manchen Menschen gönnen sich einige Tage in einem schönen Wellness-Hotel, andere zieht es in ein Kloster, andere lieben eine Berghütte....

Machen Sie es sich dort gemütlich und beginnen Sie zu träumen, was für Sie in diesem Jahr so richtig schön wäre: welche Aufgaben möchten Sie gerne erfüllen, welche Tätigkeiten abgeben, wie wollen Sie wohnen, welche Menschen möchten Sie um sich haben (und welche nicht mehr), wie viele Tage wollen Sie beruflich unterwegs sein, wie viele zuhause bei der Familie, was wollen Sie lernen, welche Sportart möchten Sie neu anfangen, welche Dummheiten machen? Notieren Sie sich Ihre Ideen - alle! Suchen Sie sich dann die drei wichtigsten Aktivitäten oder Themen heraus und verfeinern Sie diese nach der PIDEWaWa-Methode:

Formulieren Sie Ihre Wünsche Positiv, als IST-Zustand (ich bin, ich tue), Detailliert (messbar), Erreichbar (u.U. in Häppchen zerlegen), bis Wann (Termin) und fragen Sie sich, Warum Sie diesen Wunsch realisieren wollen. Notieren Sie sich dies als schönen, motivierenden Satz auf einem Ziele-Blatt, malen Sie sich ein Bild oder basteln Sie eine Collage. Sorgen Sie dafür, dass Sie dieses Blatt später immer wieder sehen, das motiviert zum Durchhalten. Und dann: tun Sie innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt hin zu Ihrem Ziel.

Solche wohldurchdachten Ziele sind tausendmal besser als die berühmt-berüchtigten Neujahrsvorsätze und Ihre Dream-Day-Auszeit sichert zudem, dass Sie wirklich in Ruhe an den Kern Ihrer Wünsche kommen und daraus wunderschön funkelnde Leitsterne für die kommenden Monate kreieren können.

Viel Spaß bei Ihren ruhigen Momenten!

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Leben
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Über die Autorin

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Cordula Nussbaum ist Expertin für kreatives Zeit- und Selbstmanagement.
Die Münchnerin hat bereits mehre Erfolgs-Ratgeber veröffentlicht und ist selbst bekennende kreative Chaotin. Mehr

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Offene Seminare:
20. und 21. Oktober 2008 "Zeit- und Prioritätenmanagement für kreative Chaoten (und Systematiker)". Mehr Infos ...

22. Oktober:
"Selbstmarketing - Rücken Sie Ihre Leistung ins richtige Licht". Mehr Infos ...

20. und 21. November:
"Marketing, Strategie & Motivation für Freiberufler". Mehr Infos ... 

Das Buch zum Blog und was andere Blogger dazu sagen:

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Jochen Mai, www.karriebibel.de meint:


"Zeitmanagement-Literatur gibt es zuhauf. Das Gros davon richtet sich allerdings an sogenannte Linkshirner. To-Do-Listen, penible Ablagesysteme, strikte Zeitpläne – das ist nichts für die kreativ-chaotischen Rechtshirner. Die Autorin hat deshalb speziell für sie spielerische Methoden und wirksame Tools zusammengesammelt. Eine smarte Idee und amüsante Lektüre." >> Ganze Rezension lesen plus Interview von Jochen Mai und Cordula.

Heide Liebmann, www.heide-liebmann.de/blog meint: 

"Endlich jemand, der wirklich begreift, warum ich mit den gängigen Zeitmanagement-Systemen nicht zurecht komme!"
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