Mittwoch, 16. juli 2008

Rabenmutter. Ich hasse dieses Wort! Geht Ihnen das so ähnlich wie mir? Und kommt noch heftiger: Ich habe gerade in einer Zeitschrift gelesen, dass immer mehr Frauen ihre Männer jetzt auch als "Rabenväter" bezeichnen. Sie werfen ihnen vor, sich zuwenig um die Familie zu kümmern. Hallo???? Ja, früher da waren die Männer die Ernährer und es war normal, dass Papa kaum zuhause war. Kein Grund für die Mütter sich zu beschweren. Doch heute ändern sich die Wünsche der Väter. Viele Berufstätige wollen auch als Erzieher und Betreuer für ihre Kinder da sein und nicht wenige zerreiben sich dabei zwischen den Ansprüchen ein Super-Papi zu sein und dennoch im Job ihren Mann zu stehen.

Was sie dabei wirklich nicht brauchen sind Vorwürfe in den eigenen vier Wänden. Gerade wir Frauen sollten Verständnis haben für den Balance-Akt (wir machen das ja schließlich seit Jahren mit)! In London widmen sich bereits Kliniken dem "Atlas-Syndrom"  - dem Burn-Out von berufstätigen Vätern. Denn de facto ist es bei uns immer noch extrem schwierig in der Berufswelt zur neuen Rolle als Familien-Mensch zu stehen. Männer, die sich Auszeit für ihren Nachwuchs nehmen, müssen damit rechnen, von Arbeitgebern und Kollegen als "Karrieresofties" belächelt zu werden. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Hessenstiftung„Familie hat Zukunft“ fand heraus, dass 60 Prozent der Männer gerne ihre Arbeitszeit reduzieren würden um mehr Zeit für die Familie zu ahben. Aber: 71 Prozent rechnen mit massiven berufliche Nachteilen, wenn sie diesen Wunsch laut äußern würden.

Projektleiterin Judith Kohn: „Offensichtlich glauben Firmen vielfach noch an das klassische Modell – der Mann verdient das Geld, die Frau kümmert sich um die Kinder.“ Treten Frauen dem Nachwuchs zuliebe beruflich kürzer, ernten sie heute überwiegend Verständnis, bei Männern dagegen dominieren negative Reaktionen, sagt Kohn. „Wir Männer werden nur als Arbeitsmaschinen betrachtet“, klagt einer der befragten Väter.

Unterstützen Sie sich gegenseitig in Ihrer Familie - egal ob Mann oder Frau, wir sitzen in einem Boot, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie angeht. Also lassen Sie uns auch gemeinsam in eine gute Zukunft rudern!

An dieser Stelle schon mal ein paar Tipps, wie Familienväter ein "mehr Zeit zuhause" leben können:

  • Sind die Kinder noch klein, kann es von jetzt an Ihre Aufgabe sein, die Kleinen "bettfertig" zu machen. Nutzen Sie diese Zeit ganz bewusst, indem Sie gemeinsam Bilderbücher anschauen oder miteinander kuscheln. Ihre Kleinen wissen bald, dass es nicht die Mami, sondern der Papi ist, der sie abends ins Bett bringt.
  • Gönnen Sie sich besondere Momente. Vertun Sie die kostbare Zeit mit Ihrer Familie nicht, indem Sie sich permanent um Reparaturen oder die Ordnung im Haushalt kümmern. Beschließen Sie gemeinsam mit Ihrer Frau oder Freundin, bestimmte Aufgaben an Dritte abzugeben. Eine Haushaltshilfe kann Wunder bewirken.
  • Krempeln Sie auch mal eingefahrene  Strukturen um. Warum sollte immer nur einer in der Küche stehen, wenn gekocht wird? Machen Sie so alltägliche Dinge wie Kochen oder Abspülen zum Familienevent. Ab einem gewissen Alter kann der Nachwuchs sich ebenso engagieren - und beim gemeinsamen Kochen bleibt dann auch gemeinsame Zeit.

Toi, toi, toi. Bleiben Sie dran! Es lohnt sich!

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Organisieren
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Mittwoch, 4. juni 2008

Zuviel Zeug ermüdet Geist und Körper und hält uns in der Vergangenheit fest! Freuen Sie sich in diesem Frühjahr mal wieder darauf, die eigenen vier Wände zu entrümpeln? 

Weniger ist mehr - denn Sie gewinnen nicht nur mehr optischen Freiraum, sondern sogar mehr Zeit, je weniger Zeug Sie haben. Warum?

1.) Sie wenden mit jedem Gegenstand mehr Zeit zum Putzen auf, weil Sie ihn erst wegräumen müssen, um das Regal oder die Abstellfläche abzuwischen.
2.) Zudem braucht der Gegenstand regelmäßige Pflege. Sei es, um Staub zu entfernen oder ihn wieder auf Vordermann zu bringen, weil er einen Defekt hat.
3.) Sie suchen automatisch mehr, weil Sie immer neue Orte in Ihren eigenen vier Wänden erschließen, um Ihre Dinge aufzubewahren.

Fragen Sie sich, ob sich dieser Mehraufwand tatsächlich lohnt, oder ob Sie sich nicht eh schon längst von manchen Sachen verabschieden wollten?! Die nachfolgenden Tipps helfen, um die Lust auf "Leere" voranzutreiben:
1. Handeln Sie spontan. Wo sind Sie gerade? Im Büro oder in Ihrem Wohnzimmer? Fangen Sie direkt an, den vertrockneten Blumenstrauß in den Mülleimer zu werfen, entrümpeln Sie kaputte Stühle und verabschieden Sie sich von angeschlagenen Tassen oder Tellern.
2. Beschränken Sie größere Aufräumaktionen auf ein überschaubares Zeitfenster. Planen Sie den nächsten freien Samstag-Vormittag ein. Ein paar Stunden reichen für einen guten Anfang! Und verabreden Sie sich danach mit einem guten Freund, um auf die getane Arbeit anzustoßen. Das motiviert!
3. Erhalten Sie die wunderbare "Neuordnung" und reduzieren Sie radikal die Zahl und Größe Ihrer Schränke und Regale. Je weniger Stauraum Sie haben, desto mehr "müssen" Sie ausmisten. Super, oder?
Wir wünschen Ihnen gutes Vorankommen beim Um- und Aussortieren! Und nutzen Sie den Zeitgewinn für Dinge, die Sie schon immer am Allerliebsten machen.

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Organisieren
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Mittwoch, 4. juni 2008

Beginnen Sie Ihren Tag mit den "drei goldenen Nüssen", indem Sie schon in den ersten Stunden des neuen Tages drei Dinge erledigen, die Ihnen entweder sehr am Herzen oder schwer im Magen liegen. Wenn Sie gleich am Tagesanfang drei wichtige Aufgaben "knacken", dann gibt Ihnen das Power für den ganzen restlichen Tag. Denn: bereits erledigtes Arbeitspensum beflügelt immer!

Die "drei Goldenen Nüsse" sind von mir selbst entwickelt - und mittlerweile eine der Lieblingsideen meiner Seminarteilnehmer. Die Goldene Nuss Nummer 1 ist die Nuss, die Sie direkt am Morgen knacken, um ihren beruflichen oder persönlichen Zielen näher zu kommen. Die Goldene Nuss Nummer 2 ist eine Aufgabe, die Sie besonders verabscheuen. Sie werden sehen: Wenn Sie erst den "Frosch geschluckt haben", geht es Ihnen in Nullkommanix besser. Die Goldene Nuss Nummer 3 ist eine Erledigung, die Sie jetzt schon mehrere Tage oder Wochen vor sich herschieben. Viel Erfolg beim Nüsse-Knacken!!

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Organisieren
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Freitag, 9. mai 2008

Wissen Sie, was ein Paradoxon ist?
Das ist so etwas wie: eckiger Kreis. Schwarzer Schimmel. 
Oder die Aussage: ich gehe nur noch mal schnell an den Rechner, den Bericht ausdrucken. Das Wort "Computer" in Verbindung mit "nur mal schnell" ist das paradoxeste, was ich kenne.
Heute abend musste ich das auch erleben. Ich wollte "nur mal schnell" meinen Newsletter verschicken, und jetzt drei Stunden später läuft er erst. Da war erst ein Problem im Verteiler, dann musste ich die Lizenz erweitern und so weiter.
Oder kennen Sie das: "Nur mal schnell" etwsa ausdrucken. Wetten, dass der Drucker schlapp macht, die Tinte leer ist oder sich das Papier verheddert.
Mein bester Zeit-Tipp: streichen Sie die Wörtchen "nur mal schnell" und planen Sie gleich einen ruhigen Abend im Büro oder Arbeitszimmer ein. Denn das wird es eh werden. Also besser, sich und das Umfeld darauf einstellen - dann entsteht auch kein Stress :-)

von Cordula Nussbaum veröffentlicht in: Organisieren
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Über die Autorin

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Cordula Nussbaum ist Expertin für kreatives Zeit- und Selbstmanagement.
Die Münchnerin hat bereits mehre Erfolgs-Ratgeber veröffentlicht und ist selbst bekennende kreative Chaotin. Mehr

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Jochen Mai, www.karriebibel.de meint:


"Zeitmanagement-Literatur gibt es zuhauf. Das Gros davon richtet sich allerdings an sogenannte Linkshirner. To-Do-Listen, penible Ablagesysteme, strikte Zeitpläne – das ist nichts für die kreativ-chaotischen Rechtshirner. Die Autorin hat deshalb speziell für sie spielerische Methoden und wirksame Tools zusammengesammelt. Eine smarte Idee und amüsante Lektüre." >> Ganze Rezension lesen plus Interview von Jochen Mai und Cordula.

Heide Liebmann, www.heide-liebmann.de/blog meint: 

"Endlich jemand, der wirklich begreift, warum ich mit den gängigen Zeitmanagement-Systemen nicht zurecht komme!"
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